Ignazio Abate steht laut Berichten aus Italien kurz davor, der neue Cheftrainer von Torino zu werden, nachdem er mit dem Verein und seinen Vertretern lange Verhandlungen geführt hat. Ein ausführliches Treffen in Mailand am Montag führte dazu, dass Torino-Präsident Urbano Cairo und Sportdirektor Gianluca Petrachi schließlich eine Einigung mit Abate erzielten und frühere Meinungsverschiedenheiten beilegten, die nach einem ersten Treffen am 27. Mai aufgetreten waren.
Petrachi hatte ursprünglich Alberto Aquilani für die Position favorisiert, aber Cairo setzte sich letztendlich durch, woraufhin Aquilani eine Einigung mit Sassuolo erreichte. Die Situation wurde durch Abates frühere Verbindung zu Sassuolo, wo er 2017 spielte, erschwert. Cairo war bereits während Abates Spielerkarriere von ihm beeindruckt und erkannte seine starke Persönlichkeit bereits in der Saison 2008-09, als der Verteidiger für Torino spielte.
Die Ernennung markiert einen Wendepunkt für Torino, das von seinem 19. Trainer in 21 Jahren und dem jüngsten von allen geführt wird. Abate ist sich der bevorstehenden Herausforderungen bewusst, einschließlich der Notwendigkeit, dass Cairo den Kader verstärkt, anstatt ihn zu zerlegen. Petrachi hat angeblich versprochen, diese Bedenken auszuräumen, und der Verein beabsichtigt, Schlüsselspieler wie Giovanni Simeone und Nikola Vlasic zu halten und gleichzeitig zu versuchen, den Vertrag von Duvan Zapata zu verlängern. Ché Adams bleibt der einzige wichtige Spieler, dessen Zukunft ungewiss ist.
Es wird erwartet, dass Abate eine Formation in 3-5-2 oder 3-4-2-1 implementiert. Die endgültige Ernennung hängt davon ab, dass Abate seinen Vertrag mit Juve Stabia formell auflöst, wo er derzeit bis 2027 unter Vertrag steht, obwohl eine niedrige Ausstiegsklausel enthalten ist. Der Prozess wird von den Verwaltern von Juve Stabia überwacht und soll in den nächsten Tagen abgeschlossen werden. Abate soll einen Zwei-Jahres-Vertrag mit Torino unterzeichnen, mit einem Nettojahresgehalt zwischen 750.000 und 800.000 Euro, mit potenziellen Boni, die an die europäische Qualifikation gebunden sind. Cairo hofft auch, dass Marco Baroni einen neuen Verein findet, da sein bestehender Vertrag eine erhebliche finanzielle Belastung für Torino darstellt.




