Der Olympique de Marseille hat bestätigt, dass Nayef Aguerd und Hamed Traoré in den verbleibenden Spielen der Ligue 1 in dieser Saison nicht zum Einsatz kommen werden. Die Entscheidung, die der Verein am 7. Mai 2026 durch eine Pressemitteilung bekannt gab, ermöglicht es beiden Spielern, sich auf medizinische Versorgung und Rehabilitation zu konzentrieren.
Laut der offiziellen Mitteilung des Vereins werden die beiden unterschiedliche Behandlungspläne verfolgen. Der ivorische Nationalspieler Hamed Traoré wird nach Finnland reisen, um Spezialisten bezüglich einer Adduktorenverletzung zu konsultieren, wobei eine Operation in Erwägung gezogen wird. Der Verteidiger Nayef Aguerd wird sich derweil nach Marokko begeben, um in Zusammenarbeit mit dem medizinischen Personal der marokkanischen Nationalmannschaft ein Rehabilitationsprogramm zu absolvieren.
Aguerds Fokus auf die Wiedererlangung der Fitness ist angesichts der bevorstehenden Weltmeisterschaft besonders relevant. Der Innenverteidiger ist ein Schlüsselspieler für Marokko, und der Verein arbeitet mit der Nationalmannschaft zusammen, um sicherzustellen, dass er in bestmöglicher Verfassung zum Turnier antritt. Er ist seit seinem Wechsel von Rennes im Jahr 2022 ein regelmäßiger Stammspieler für Marseille und hat sich als dominierende Präsenz in der Abwehr etabliert.
Traoré kam im Januar 2024 von Bournemouth zu Marseille, zunächst auf Leihbasis, bevor er den Wechsel dauerhaft machte. Seit seiner Ankunft im Verein hatte er mit Verletzungen zu kämpfen, was seine Einsätze und seinen Einfluss auf das Team einschränkte. Dieser jüngste Rückschlag wird seine Integration in den Kader von Marseille weiter verzögern. Die Entscheidung des Vereins, beiden Spielern eine spezialisierte Behandlung zu ermöglichen, deutet darauf hin, dass die Verletzungen schwerwiegender sind als ursprünglich angenommen.
Die Nachricht kommt in einer Zeit der Unruhe für die Marseille-Fans, die ihre Unzufriedenheit mit der jüngsten Form und der Führung des Vereins zum Ausdruck gebracht haben. Auch Trainer Roberto De Zerbi wurde kritisiert und wurde Berichten zufolge vom kanadischen Nationaltrainer als ein “echtes Arschloch” bezeichnet. Das Fehlen von Aguerd und Traoré wird die Herausforderungen, vor denen die Mannschaft beim Saisonabschluss steht, zweifellos noch verstärken.




