Eintracht Frankfurts Trainer Albert Riera hat seine Mannschaft aufgefordert, die hohe Intensität beizubehalten, nachdem ein 1:1-Unentschieden bei Augsburg die europäischen Qualifikationshoffnungen in einem prekären Gleichgewicht gelassen hat. Das Ergebnis, erzielt durch einen Ausgleichstreffer von Ritsu Doan, brachte Frankfurt auf den siebten Platz aufgrund der besseren Tordifferenz, stellte aber eine verpasste Gelegenheit dar, den Rivalen Freiburg vor den letzten drei Spieltagen der Bundesliga unter Druck zu setzen.
Nach dem Spiel äußerte Riera seine Unzufriedenheit darüber, in der zweiten Woche in Folge Punkte liegen zu lassen, und betonte, dass der klare Zielvorgabe des Teams der Sieg war. Er lieferte eine schonungslose Bewertung der Leistung und wies auf eine schleppende erste Halbzeit hin, gefolgt von einer stärkeren zweiten Halbzeit. „Im Vergleich zu den vorherigen Spielen war es das Gegenteil“, sagte Riera laut Nachberichten. „Diesmal haben wir nicht gut angefangen und waren nach der Pause deutlich stärker.“
Der Trainer hob die taktische Herausforderung hervor, die Augsburgs Konterstil darstellte, ein Bereich, in dem er das Gefühl hatte, dass sein Team nicht immer erfolgreich war. Er wies jedoch auf positive Momente im Übergang während der zweiten Halbzeit hin, als Zeichen für die latenten Fähigkeiten des Kaders. „Wir müssen den richtigen Mix und das richtige Gleichgewicht finden“, fügte Riera hinzu und betonte die fortlaufende Suche nach Konstanz.
Wie es bei seinen öffentlichen Äußerungen oft der Fall ist, lenkte Riera seinen Fokus auf den Trainingsplatz als Grundlage für Verbesserungen. Er erklärte, dass das Team eine starke Vorbereitungswoche vor dem Spiel gegen Augsburg erlebt habe und betonte die Notwendigkeit, diese Anstrengung zu wiederholen. „Wir brauchen eine weitere Woche wie diese mit dieser Einstellung, Atmosphäre und Intensität“, sagte Riera. „Jeder wird in den letzten drei Spielen wichtig sein. Wir brauchen den Charakter, den die Mannschaft heute in der zweiten Halbzeit gezeigt hat.“
Der letzte Abschnitt von Frankfurts Saison stellt eine erhebliche Herausforderung dar und erschwert das Streben nach einem europäischen Platz. Nach der Aufnahme eines kämpfenden Hamburger SV am nächsten Wochenende beenden sie die Kampagne mit entmutigenden Spielen gegen Borussia Dortmund und VfB Stuttgart, die beide für die Champions League qualifiziert sind. Ihre Aufgabe gegen den HSV wird durch die Abwesenheit des Torschützen Ritsu Doan erschwert, der aufgrund einer Anhäufung von gelben Karten gesperrt ist.
Derzeit könnte der siebte Platz für einen Europa-Conference-League-Qualifikationsplatz ausreichen, abhängig vom Ergebnis des DFB-Pokalfinales. Das Unentschieden in Augsburg hält Frankfurt im Rennen, lässt aber in ihren entscheidenden letzten drei Spielen wenig Spielraum für Fehler und stellt die vom Trainer geforderte Intensität und den Charakter in den Vordergrund.



