
Alexander-Arnolds WM-Hoffnungen Trotz Formstärke in Madrid in Gefahr
Trent Alexander-Arnold zeigte diese Woche einen magischen Moment für Real Madrid in der Champions League, doch seine Chancen unter Trainer Thomas Tuchel in der englischen Nationalmannschaft scheinen zunehmend ungewiss. Der 27-jährige Rechtsverteidiger, der im vergangenen Sommer nach Ablauf seines Vertrags bei Liverpool ablösefrei zum spanischen Giganten stieß, lieferte im Viertelfinale gegen Bayern München eine hervorragende Vorlage für Kylian Mbappés entscheidendes Tor.
Das Spiel verdeutlichte jedoch auch die Dualität im Spiel des Verteidigers. Während seine kreative Brillanz zu einem wichtigen Tor führte, wurde seine defensive Positionierung beim Eröffnungstor der Bayern aufgedeckt. Dies fasst die anhaltende Debatte um den Spieler zusammen: seine außergewöhnliche und spielentscheidende Kreativität im Gegensatz zu den wahrgenommenen defensiven Schwächen, die ihn oft aus dem englischen Kader unter Tuchel ferngehalten haben.
Seit Tuchels Amtsantritt als englischer Nationaltrainer Anfang 2025 hat Alexander-Arnold nur einen Einsatz verbucht. Der Trainer hat konsequent auf andere Optionen auf der Rechtsverteidigerposition gesetzt, darunter Reece James, Tino Livramento, Djed Spence und Ben White, und dabei die Notwendigkeit defensiver Stabilität betont. Trotz einer jüngsten Rückkehr zur Form und Fitness in Madrid fehlte Alexander-Arnold beim letzten englischen Kader im März, wobei Tuchel erklärte, er „wisse, was der Spieler zu bieten habe“, aber es vorziehe, andere Spieler im Trainingslager zu bewerten.
Alexander-Arnolds erste Saison in Madrid war eine Mischung aus Anpassung und Wiederaufleben. Nach einem langsamen Start und einer Verletzung Mitte der Saison ist er seit Februar zu einer Schlüsselperson geworden und trug in seinen letzten 12 Einsätzen vier Vorlagen bei. Seine Weltklasse-Flanken sind nach wie vor seine stärkste Waffe, was er auf der größten Bühne gegen Bayern eindrucksvoll bewies. Seine begrenzte Einsatzzeit in La Liga mit nur neun Startelfeinsätzen unterstreicht jedoch eine Saison der Anpassung.
Mit der Weltmeisterschaft 2026 in Nordamerika nur noch wenige Monate entfernt, drängt die Zeit. Tuchels System priorisiert defensive Stabilität, und die konsequente Auswahl defensiv orientierter Außenverteidiger deutet auf eine klare Präferenz hin. Während Alexander-Arnolds kreative Zahlen für Madrid überzeugend sind, scheint sein Weg in den englischen Kader sich zu verengen. Im Moment konzentriert sich der Spieler auf Madrid, wo ein Double aus La Liga und Champions League noch möglich ist, ein Erfolg, der seine internationale Auslassung umso strittiger machen würde. Sein jüngster Social-Media-Post mit den Worten „Madrid y nada mas“ (Madrid und nichts anderes) sagt vielleicht alles über seinen aktuellen Fokus.



