
Allegri bekennt sich zum Milan-Projekt, weist Spekulationen um Nationalmannschaft zurück
Der Trainer von AC Mailand, Massimiliano Allegri, hat Spekulationen, die ihn mit dem vakanten Posten des italienischen Nationaltrainers in Verbindung bringen, entschieden zurückgewiesen und sein Engagement ausschließlich für die Rossoneri bekräftigt. Auf einer Pressekonferenz vor dem Serie-A-Spiel am Montag gegen Neapel ging Allegri auf die Gerüchte ein, die nach dem Scheitern Italiens an der Qualifikation für zwei aufeinanderfolgende Großturniere entstanden waren.
Allegri's Name war als potenzieller Kandidat zur Führung der Azzurri im Umlauf gekommen, nachdem diese kürzlich ausgeschieden waren. Der 56-Jährige war jedoch unmissverständlich in seiner Konzentration. "Ich habe eine Aufgabe bei Milan begonnen und wir müssen uns auf unser Ziel konzentrieren, in die Champions League zurückzukehren", sagte Allegri. "Dies ist keine Diskussion über den Nationaltrainer, sondern eine Aufgabe für die zuständigen Stellen, zu prüfen, was bis 2034 zu tun ist." Er fügte hinzu, dass er die Rolle nicht einmal in Betracht gezogen habe, glücklich bei Milan sei und hoffe, lange zu bleiben.
Das Hauptziel des Trainers ist es, einen Platz unter den ersten Vier zu sichern, um die Champions League zurück ins San Siro zu bringen. Er beschrieb den Endspurt der Saison als die "schönste und wichtigste" Phase, da der Verein seinem Ziel näher kommt. Fast 3.000 Fans besuchten eine Trainingseinheit in Milanello, um ihre Unterstützung anzubieten, was Allegri als "große Vertrauensinjektion" für die entscheidende Phase bezeichnete.
Allegri reflektierte auch über seine jüngste Abwesenheit vom wichtigsten europäischen Vereinswettbewerb, ein direkter Bezug zu seiner Zeit bei Juventus. "Die Champions League ist ein faszinierender Wettbewerb, an den ich mich wieder gewöhnen muss, da ich in den letzten Jahren nicht teilgenommen habe", sagte er. "Ich würde gerne mit Milan spielen, auch weil sie mir in den letzten Jahren einmal weggenommen wurde, ein anderes Jahr wurde ich weggeschickt." Dies ist ein klarer Hinweis auf die Saison 2022/23, als Juventus während seiner Amtszeit mit einem Punktabzug konfrontiert war.
Hinsichtlich der größeren Krise im italienischen Fußball schlug Allegri eine systemische Reform anstelle einer schnellen Lösung vor. Er glaubt, dass es talentierte Spieler in Italien gibt und dass die Zukunft positiv sein kann, wenn das Fußballsystem sich die Zeit nimmt, einen kohärenten Plan von der Jugend bis zur ersten Mannschaft aufzubauen. Auf die Frage nach dem hohen Anteil ausländischer Spieler in der Serie A sagte er, dies sei ein komplexes Thema, das einen Datenvergleich mit anderen europäischen Nationen erfordere.
Bezüglich der Kaderneuigkeiten für das Spiel gegen Neapel gab Allegri eine positive Nachricht über mehrere wichtige Angreifer. Rafael Leao soll deutlich besser sein, Christian Pulisic kehrte gut von seinen internationalen Einsätzen zurück und sowohl Santiago Gimenez als auch Niclas Fullkrug verbessern sich. Er bestätigte, dass Matteo Gabbia voraussichtlich am Dienstag zurückkehren wird. Allegri wies Fragen nach einer möglichen taktischen Umstellung auf eine 4-3-3-Formation zurück und erklärte, dass die Mannschaft derzeit besser mit einem Dreierangriff aufgestellt sei.
Mit noch sieben verbleibenden Spielen lehnte Allegri es ab, sich zur Meisterschaftsrennen zu äußern und stellte fest, dass dies vom Tabellenführer Inter Mailand abhängt. Er betonte, dass die unmittelbare Aufgabe von Milan darin besteht, sich rechnerisch einen Platz in der Champions League zu sichern, und warnte, dass im Fußball "15 Tage sieben Monate Arbeit zunichte machen können". Seine Äußerungen schließen die Tür für eine unmittelbare Rückkehr auf die internationale Bühne und positionieren ihn als zentralen Bestandteil der gegenwärtigen und zukünftigen Pläne von Milan.


