Julián Álvarez, der 26-jährige argentinische Stürmer, hat seinen Vertretern laut Transfer-Reporter Matteo Moretto klar gemacht, dass er einen Wechsel zum FC Barcelona bevorzugt. Diese Entwicklung fügt der laufenden Transfer-Saga eine neue Dimension hinzu, die bisher maßgeblich von der erheblichen Differenz zwischen der Bewertung Barcelonas und den Forderungen von Atlético Madrid geprägt war.
Barcelona hatte geplant, ein Angebot in Höhe von 130 bis 140 Millionen Euro für Álvarez abzugeben, jedoch hat Atlético Madrid stets betont, dass der Spieler nicht zu verkaufen sei und seine Ablösesumme von 500 Millionen Euro die einzige akzeptable Summe darstelle. Morettos Bericht verdeutlicht, dass das Umfeld von Álvarez, angeführt von Agent Fernando Hidalgo, sowohl Arsenal als auch Paris Saint-Germain darüber informiert hat, dass ihre Bemühungen derzeit ausschließlich darauf ausgerichtet sind, einen Wechsel zum FC Barcelona zu sichern, wodurch diese Vereine vorerst in den Hintergrund treten.
Obwohl die Präferenz eines Spielers keinen Transfer garantiert, bietet sie Barcelona einen wertvollen Trumpf in den Verhandlungen. Álvarez wechselte vor zwei Sommern für etwa 95 Millionen Euro vom Manchester City zu Atlético Madrid und hat seitdem konstant Leistung gezeigt, öffentlich seinen Wunsch geäußert, zu gehen, um „seinen Traum zu erfüllen“, was weithin als Wechsel zum Camp Nou interpretiert wird. Diese Bestätigung von Moretto festigt diese Absicht und beseitigt jegliche Unklarheit über seine Bereitschaft, alternative Optionen in Betracht zu ziehen.
Barcelona möchte seine Offensive nach dem erwarteten Abgang von Robert Lewandowski neu aufbauen und sieht Álvarez als langfristige Lösung für die Position des Mittelstürmers. Der Sportdirektor des Vereins, Deco, wartet auf die endgültige Zustimmung des neuen Trainers Hansi Flick, bevor er ein Angebot formalisiert. Die erhebliche Preisdifferenz bleibt das Hauptproblem, das durch eine Beschwerde bei der FIFA noch zusätzlich erschwert wird.
PSG hatte Álvarez als Schlüsselziel identifiziert und bereitete ein erstes Angebot vor, aber die klare Präferenz des Spielers für Barcelona verschiebt seine Rolle in der Saga. Er könnte nun als Druckmittel für Atlético Madrid dienen, indem er einen finanziell leistungsfähigen Alternativkäufer bietet und die Verhandlungsposition des Vereins stärkt. Trotzdem könnte PSG weiterhin ein Angebot abgeben, da Vereine von diesem Rang in der Regel nicht nur aufgrund der Präferenz eines Spielers zurücktreten.
Atlético Madrid hält weiterhin an seiner Position fest, hat keine Angebote erhalten und der Spieler ist offiziell nicht zu verkaufen. Die bestätigte Präferenz für einen nationalen Rivalen erhöht den Druck auf den Verein, die Situation anzugehen, aber er ist nicht verpflichtet, einen Abgang unterhalb der Ablösesumme zu ermöglichen. Die Möglichkeit eines Spielertauschs mit Arsenal bleibt eine Hintergrundoption, hat aber in letzter Zeit keine Fortschritte gemacht.




