
Arbeloa Zuversichtlich vor Bayern-Duell, Sucht nach Alternativen für Tchouameni
Der Trainer von Real Madrid, Álvaro Arbeloa, hat großes Vertrauen in die Fähigkeit seines Teams, das 2:1-Ergebnis gegen den FC Bayern München im Rückspiel des Champions-League-Viertelfinals umzukehren. Auf einer Pressekonferenz vor dem Spiel in der Allianz Arena wies Arbeloa darauf hin, dass seine Mannschaft keine Wunder vollbringen müsse, um weiterzukommen, sondern die Herausforderung als typischen Test für die 15-maligen Europameister betrachtet.
Das Hinspiel im Santiago Bernabéu sah einen knappen Vorteil für den FC Bayern, wobei Real Madrid in der Schlussphase Chancen zum Ausgleich hatte. Arbeloa betonte den kollektiven Glauben innerhalb der Mannschaft und berief sich auf die ruhmreiche Geschichte des Vereins im Wettbewerb. „Erstens sind wir Real Madrid“, sagte Arbeloa. „Wenn es eine Mannschaft gibt, die in dieses Stadion kommt, um das Blatt zu wenden, dann sind wir es. Wir sind eine Mannschaft, die niemals aufgibt.“ Er räumte die Stärke des FC Bayern ein, bestand aber darauf, dass der Fokus seiner Mannschaft ausschließlich auf der eigenen Leistung liege.
Eine wichtige taktische Entscheidung für Arbeloa ist die Ersetzung des gesperrten Aurélien Tchouameni. Der französische Mittelfeldspieler war in dieser Saison eine feste Größe im Mittelfeld von Madrid, und sein Ausfall ist ein deutlicher Rückschlag. Auf die Frage nach möglichen Ersatzspielern nannte Arbeloa mehrere Optionen. „Wir haben viele Optionen und viele Spieler, die Tchouamenis Position spielen können“, erklärte er. „Camavinga, Thiago, Ceballos, Valverde… Ich weiß, welche Startelf ich morgen aufstellen werde.“
Laut Berichten spanischer Medien ist Eduardo Camavinga der natürlichste Kandidat, um die Position im defensiven Mittelfeld zu übernehmen. Camavingas Saison wurde jedoch durch kleinere Verletzungsprobleme und schwankende Leistungen beeinträchtigt, was Arbeloa dazu veranlassen könnte, Alternativen in Betracht zu ziehen. Der junge Thiago Pitarch, der in begrenzten Einsatzzeiten im ersten Team beeindruckt hat, ist ebenfalls eine Option, ebenso wie der offensivstärkere Brahim Díaz, falls Arbeloa eine taktische Umstellung wählt.
Arbeloa betonte, dass die bevorstehende Aufgabe, obwohl schwierig, im Rahmen der Möglichkeiten seines Teams liege, und verwies auf seine Leistung im Hinspiel als Beweis. „Ich glaube nicht, dass wir Wunder vollbringen müssen“, bemerkte er. „Wenn wir das letzte Mal gewonnen hätten, wäre das nichts Ungewöhnliches gewesen. Ihr Torwart war der Mann des Spiels. Wir sind dazu in der Lage.“ Er identifizierte die Chancenverwertung als einen Schlüsselbereich für Verbesserungen und stellte fest, dass sich in München möglicherweise weniger Gelegenheiten ergeben würden.
Das Spiel stellt einen wichtigen frühen Test für Arbeloa dar, der letzten Sommer die Trainerposition im Bernabéu übernahm. Das Weiterkommen gegen ein europäisches Schwergewicht wie den FC Bayern würde seine Position deutlich stärken. Für die Mannschaft wird das Überstehen dieser K.o.-Runde ohne Tchouameni ihre Tiefe und Anpassungsfähigkeit in einem entscheidenden Bereich des Spielfelds auf die Probe stellen, wobei der Ausgang wahrscheinlich davon abhängt, ob sein Ersatz die Abwehr angemessen schützen und unter großem Druck Angriffe einleiten kann.



