Arsenal rückt näher an ein potenzielles Double aus Premier League und Champions League heran, während Chelsea eine weitere Saison im Mittelfeld verbringen wird. Dennoch gibt es einen überraschenden Bereich, in dem die Gunners von ihren Rivalen lernen können: Spielerverkäufe. Laut einer Analyse des digitalen Content-Produzenten Cameron Smith hat Arsenal immer wieder Schwierigkeiten gehabt, die Einnahmen aus Abgängen zu maximieren, eine Schwäche, die im starken Kontrast zum jüngsten Erfolg von Chelsea in diesem Bereich steht.
Die Kaderplanung von Arsenal war in den letzten Jahren unter Mikel Arteta weitgehend erfolgreich, aber die Fähigkeit des Vereins, durch Spielerverkäufe Gelder zu generieren, war deutlich schwach. Alex Oxlade-Chamberlain ist nach wie vor Arsenals teuerster Abgang, der 2017 für 38 Millionen Euro zu Liverpool wechselte, was die langjährige Schwierigkeit des Vereins unterstreicht, beträchtliche Ablösesummen für ausscheidende Spieler zu erzielen. Im vergangenen Sommer nahm Arsenal trotz erheblicher Investitionen in Neuzugänge nur 8,9 Millionen Euro aus den festen Verkäufen von Nuno Tavares, Marquinhos und Albert Sambi Lokonga ein.
Im Vergleich zu anderen Top-Vereinen ist Arsenals Bilanz deutlich schlechter. Seit 1999 wurde nur ein Spieler, Nicolas Anelka, für mehr als 35 Millionen Euro verkauft. Liverpool hat acht Spieler für mindestens diesen Betrag verkauft, Manchester City neun, Manchester United fünf und Chelsea bemerkenswerte neunzehn. Diese Diskrepanz wird angesichts der Einschränkungen der Financial Fair Play-Bestimmungen immer wichtiger.
Die jüngsten Aktivitäten rund um Jakub Kiwior verdeutlichen dieses Problem. Der Verteidiger ist nach einer Leihe mit Kaufoption offiziell für eine feste Ablösesumme von 17 Millionen Euro zuzüglich potenzieller 5 Millionen Euro Bonuszahlungen zum FC Porto gewechselt. Diese Ablösesumme liegt jedoch unter Kiwiors aktuellem geschätzten Transferwert (ETV) von 25,4 Millionen Euro und deutlich unter seinem Höchst-ETV von 35,4 Millionen Euro vom letzten Sommer.
Chelsea unter der Führung von Behdad Eghbali und Todd Boehly hat bewiesen, dass es in der Lage ist, durch Verkäufe Einnahmen zu generieren. Spieler wie Kai Havertz (75 Millionen Euro zu Arsenal), Mason Mount (67,7 Millionen Euro zu Manchester United), Noni Madueke (56 Millionen Euro zu Arsenal), Ian Maatsen (44,5 Millionen Euro zu Aston Villa), Conor Gallagher (42 Millionen Euro zu Atlético Madrid) und Christopher Nkunku (37 Millionen Euro zu AC Mailand) wurden alle für beträchtliche Summen verkauft und stellten Mittel für weitere Investitionen bereit. Obwohl der Kader von Arsenal kleiner ist, wird die Nachahmung der Effizienz von Chelsea bei der Maximierung der Verkaufswerte entscheidend für den anhaltenden Erfolg sein.




