Atlético Madrid hat laut Transfer-Reporter Matteo Moretto Gespräche mit Bayer Leverkusen über die Verpflichtung des spanischen Linksverteidigers Alejandro Grimaldo aufgenommen. Leverkusen bewertet den Spieler zwischen 10 und 13 Millionen Euro. Der Verein soll Grimaldo einen Vertrag bis 2029 angeboten haben, mit einer zusätzlichen Option für ein weiteres Jahr, was auf fortgeschrittene Verhandlungen über die persönlichen Bedingungen hindeutet, wie Nicolò Schira berichtet.
Dies ist nicht das erste Interesse Atléticos an Grimaldo. Berichte von SER und AS im Mai 2025 deuteten auf einen früheren Versuch hin, der jedoch aufgrund der damaligen Forderung von Leverkusen von rund 30 Millionen Euro ins Stocken geriet. Grimaldo bestätigte diese Gespräche später und erklärte, dass es zu keinem Transfer kam. Die aktuelle, deutlich reduzierte Bewertung stellt eine tragfähigere Gelegenheit für beide Vereine dar.
Der aktuelle Preis stellt eine erhebliche Reduzierung gegenüber den früheren Forderungen Leverkusens dar und macht den Transfer erschwinglicher als Alternativen wie Marc Cucurella, wie spanische Medien berichten. Grimaldos Marktwert, der von Transfermarkt auf etwa 20 Millionen Euro geschätzt wird, deutet darauf hin, dass Leverkusen bereit ist, einen Rabatt zu akzeptieren, beeinflusst durch die Auslauf seines Vertrags im Jahr 2027 und den Wunsch, eine Ablösesumme zu sichern, bevor er potenziell ablösefrei wechselt.
Leverkusens Bereitschaft zum Verkauf wird auch durch die eigene Situation des Vereins beeinflusst. Der sechste Platz in der Bundesliga bedeutet, dass sie nicht an der nächsten Champions League teilnehmen werden, und die Ankunft des neuen Trainers Carles Martínez Novell führt zu einer Umstrukturierung des Kaders. Deutsche Berichte verknüpfen Grimaldos möglichen Abgang mit diesem Umbau, wobei der Verein etwa 60 Millionen Euro für Verstärkungen einnehmen möchte. Es soll eine Klausel geben, die eine Rückkehr in die LaLiga für eine Gebühr im Bereich von 15 bis 20 Millionen Euro erleichtert.
Grimaldos Profil entspricht den taktischen Vorlieben von Diego Simeone, als offensiver Flügelverteidiger mit einer starken Bilanz von Toren und Vorlagen – er erzielte in 46 Spielen der Saison 2025/26 14 Tore und 14 Assists. Eine Ablösesumme am unteren Ende der von Leverkusen geforderten Spanne würde ein solides Finanzmanagement für Atlético darstellen, das seine Sommerausgaben sorgfältig plant. Auch der FC Barcelona beobachtet Grimaldo als potenzielle Absicherung für Alejandro Balde und erhöht so den Wettbewerb um den Deal.
Der nächste Schritt hängt davon ab, dass Atlético ein formelles Angebot innerhalb der Preisspanne Leverkusens vorlegt und der deutsche Verein angesichts seines Kapitalbedarfs antwortet. Grimaldos Wunsch, nach Spanien zurückzukehren, ist ein positiver Faktor, aber das Interesse des FC Barcelona bedeutet, dass Atlético entschlossen handeln muss, um seine Unterschrift zu sichern. Ein formelles Angebot an Leverkusen wird als nächste bedeutende Entwicklung erwartet.




