Der CEO von Atlético Madrid, Miguel Ángel Gil Marín, hat erklärt, dass der Verein Julián Álvarez unter keinen Umständen an den FC Barcelona verkaufen wird, selbst bei Angeboten in Höhe von 200 Millionen Euro. Diese klare Ansage machte er in einem am Freitag auf dem offiziellen YouTube-Kanal von Atlético veröffentlichten Interview, weniger als 48 Stunden bevor Álvarez für Argentinien im FIFA-Weltcupfinale gegen Spanien antritt.
Gil bestätigte, dass der Verein bereits ein Angebot von Barcelona über 100 Millionen Euro abgelehnt habe und dass nachfolgende Angebote über 150 Millionen oder 200 Millionen Euro die gleiche Antwort erhalten würden. Er betonte, dass Atlético Álvarez als zentral für sein Projekt betrachtet und seinen Abgang unabhängig von finanziellen Anreizen nicht zulassen werde. Der CEO wandte sich direkt an den Präsidenten von Barcelona, Joan Laporta, forderte ihn auf, seine Bemühungen einzustellen, und deutete an, dass Laporta die Saga für Medienaufmerksamkeit verlängere, während er gleichzeitig versteht, dass ein Deal unmöglich sei.
Der Zeitpunkt des Interviews von Gil war strategisch gewählt, nachdem Laporta kürzlich in New York öffentlich Barcelonas Angebot und die Prüfung alternativer Ziele bekräftigt hatte. Der Druck von Barcelona soll während des gesamten Sommertransferfensters anhaltend gewesen sein, was die Aussage von Gil besonders deutlich macht. Football España berichtete über den anhaltenden Druck des katalanischen Vereins.
Gil kritisierte auch Álvarez' Agenten, Fernando Hidalgo, und warf ihm vor, dem Spieler schlechte Ratschläge zu geben. Álvarez hatte letzten Monat einen Wechselantrag gestellt, eine Entscheidung, die weithin als unpassend angesehen wurde, da sie mit dem Rekordtor von Lionel Messi bei der Weltmeisterschaft zusammenfiel. Gil stellte klar, dass sich seine Kritik an Hidalgo und nicht an Álvarez richte, und bekundete weiterhin sein Vertrauen in den Charakter und die Professionalität des Spielers. Atlético hat eine formelle Beschwerde bei der FIFA und der RFEF eingereicht, in der unzulässige Verhandlungen zwischen Hidalgo und Barcelona während einer geschützten Periode vorgeworfen werden.
Vereinsvorsitzender Enrique Cerezo unterstützte Gils Ansichten am Donnerstag und signalisierte eine einheitliche Haltung der Eigentümergruppe von Atlético, Apollo Sports Capital. Neben Barcelona hat auch der Meister der Premier League, Arsenal, Interesse an Álvarez bekundet, obwohl Gils Botschaft für alle potenziellen Interessenten gilt. Die Transferplanung von Atlético wurde mit der Erwartung fortgesetzt, dass Álvarez im Kader verbleibt, während parallel alternative Optionen geprüft werden.
Álvarez wird voraussichtlich nach der Weltmeisterschaft zur Vorbereitung auf die neue Saison nach Madrid zurückkehren. Der Ausgang der Beschwerde von Atlético bei der FIFA bezüglich des angeblichen Kontakts von Hidalgo mit Barcelona und Barçelonas anhaltendes Interesse unter Trainer Hansi Flick werden voraussichtlich darüber entscheiden, ob Laporta andere Optionen prüft oder weiterhin auf die Verpflichtung von Álvarez drängt.



