Atlético Madrid plant, bei der FIFA-Schiedsgerichtsbarkeit gegen den FC Barcelona eine Beschwerde einzureichen, da der katalanische Verein angeblich unrechtmäßig mit Julián Álvarez verhandelt hat, wie spanische Zeitungen berichten. Die Beschwerde bezieht sich auf Vorwürfe, dass Barcelona Álvarez kontaktierte, während er noch bis 2030 einen Vertrag bei Atlético hatte.
Eine Quelle bei Atlético Madrid sagte AS: „Jeder weiß, dass es ein unehrlicher Verein ist. Aber sie sind auf einen Verein gestoßen, der sie nicht damit durchkommen lässt.“ Die Anschuldigung deutet darauf hin, dass Barcelona die ordnungsgemäßen Transferprotokolle umging, indem es sich direkt an den Spieler wandte, bevor es die Erlaubnis von Atlético einholte.
Álvarez, derzeit mit der argentinischen Nationalmannschaft bei der Weltmeisterschaft, hat öffentlich seinen Wunsch geäußert, Atlético Madrid zu verlassen, nannte aber Barcelona nicht ausdrücklich als mögliche Destination. AS berichtet, dass Álvarez erklärte, Barcelona müsste seine Ablösesumme von 500 Millionen Euro bezahlen, um seinen Transfer zu sichern, was einen Deal effektiv ausschließt, es sei denn, die finanzielle Situation des Vereins verbessert sich drastisch.
Die mögliche Ankunft des Weltmeisters hat angeblich Begeisterung in der Barcelona-Kabine ausgelöst. Gavi und Fermín López sollen angeblich Social-Media-Posts bezüglich Álvarez' Wunsch, Atlético zu verlassen, mit einem „Gefällt mir“ versehen haben, bevor sie ihre Reaktionen schnell wieder entfernten, wie von Sport bemerkt. Dies deutet auf eine interne Begeisterung für den Transfer hin, trotz der Komplikationen.
Álvarez ist seit seinem Beitritt zum Verein ein wichtiger Spieler für Atlético Madrid und trägt konstant in La Liga und der Champions League bei. Barcelona navigiert derweil weiterhin in einem komplexen finanziellen Umfeld, was bedeutende Transfers erschwert, trotz ihres Interesses an hochkarätigen Spielern. Der Ausgang der Beschwerde von Atlético könnte Barcelonas Fähigkeit, Álvarez zu verpflichten, erheblich beeinträchtigen und einen Präzedenzfall für Annäherungsversuche an Spieler mit langfristigen Verträgen schaffen.




