Der Österreichische Fußball-Bund (ÖFB) hat laut Aussagen von ÖFB-Präsident Josef Pröll seinen Wunsch geäußert, Ralf Rangnick bis nach der UEFA Europameisterschaft 2028 als Teamchef zu behalten. Diese Entwicklung stellt eine mögliche Komplikation für das gemeldete Interesse des AC Milan dar, der einen neuen Cheftrainer sucht.
Pröll gab an, dass Gespräche mit Rangnick stattgefunden haben und der Verband daran interessiert sei, dass er in seiner aktuellen Rolle verbleibt. Er erklärte während der Berichterstattung über das WM-Qualifikationsspiel der österreichischen Frauen gegen Slowenien, dass Rangnick sich der ihm zur Verfügung stehenden Ressourcen voll bewusst sei und die Entscheidung letztendlich beim deutschen Trainer liege. Die Haltung des ÖFB stellt einen klaren Versuch dar, Rangnick davon abzuhalten, andere Möglichkeiten zu verfolgen.
Rangnick ist seit 2022 Teamchef der österreichischen Nationalmannschaft und hat eine Phase relativer Stabilität und Verbesserung überwacht. Er trainierte zuvor RB Leipzig und Manchester United und ist bekannt für seinen hochintensiven, energiegeladenen Spielstil. Sein aktueller Vertrag mit dem österreichischen Verband ist Berichten zufolge trotz monatelanger Verhandlungen noch nicht unterschrieben, was Spekulationen über einen möglichen Wechsel befeuert.
Der AC Milan schickte kürzlich Vertreter nach Wien, um die Möglichkeit einer Übernahme von Rangnick als neuem Trainer zu besprechen, so Berichte. Der Verein sucht einen dauerhaften Ersatz nach einer Phase der Instabilität in der Trainerposition. Milan belegte in der letzten Saison den vierten Platz in der Serie A und verpasste damit die direkte Qualifikation für die Champions-League-Gruppenphase. Die Verpflichtung von Rangnick würde einen bedeutenden taktischen Wandel für die Rossoneri signalisieren.
Rangnick reiste mit der österreichischen Nationalmannschaft in die Vereinigten Staaten, ohne dem ÖFB eine endgültige Antwort bezüglich seiner Zukunft zu geben. Eine Entscheidung wird in den kommenden Tagen erwartet, möglicherweise vor dem Eröffnungsspiel Österreichs bei der Europameisterschaft gegen Jordanien am 16. Juni. Die Situation bleibt angespannt, wobei sowohl Milan als auch der österreichische Verband ihre jeweiligen Ziele aktiv verfolgen.




