Leonardo Balerdi hat ein Angebot in Höhe von 25 Millionen Euro vom Bayer Leverkusen abgelehnt, während sich Olympique Marseille auf die Prüfung durch die DNCG bezüglich seiner finanziellen Situation vorbereitet. Der argentinische Verteidiger, der derzeit bis 2028 mit dem französischen Verein unter Vertrag steht, entschied sich trotz des Angebots von Leverkusen, das potenzielle Bonuszahlungen beinhaltete, dafür, im Stade Vélodrome zu bleiben.
Leverkusen, das sich für die Europa League qualifiziert hat und nun von Carles Martinez Novell, ehemals von Toulouse, trainiert wird, hatte Balerdi als mögliche Verstärkung identifiziert. Der 27-Jährige soll von der Aussicht eines Wechsels zum Bundesligisten nicht überzeugt gewesen sein, was zu seiner Entscheidung führte, das Angebot abzulehnen. Dies geschieht, nachdem Balerdi sich während einer Länderspielreise mit Argentinien eine Wadenverletzung zugezogen hatte, die ihn für die jüngste Weltmeisterschaft ausschloss.
Marseille steht derzeit unter Druck, seine Finanzen auszugleichen, und wird voraussichtlich in diesem Sommer Spieler verkaufen, um weitere finanzielle Schwierigkeiten zu vermeiden. Der Verein wird am Dienstag vor der DNCG, der Finanzkontrollinstanz der französischen Fußballliga, erscheinen, um seine Situation zu besprechen. Trotz des Interesses von Serie A-Verein Roma, trainiert von Gian Piero Gasperini, an Mason Greenwood, sind bisher keine konkreten Angebote für den Engländer eingegangen.
Balerdi kam im Januar 2021 von Borussia Dortmund zu Marseille, zunächst als Leihspieler, bevor der Transfer endgültig vollzogen wurde. Er ist zu einer festen Größe in der Marseille-Abwehr geworden und absolvierte in der letzten Saison 27 Spiele in der Ligue 1. Die Ablehnung des Angebots von Leverkusen deutet darauf hin, dass Balerdi weiterhin an dem Projekt in Marseille glaubt, trotz der anhaltenden finanziellen Sorgen des Vereins. Diese Situation könnte potenziell die Fähigkeit von Marseille beeinträchtigen, andere Bereiche des Kaders zu verstärken, abhängig von ihrem Erfolg bei der Generierung von Transfererlösen.
Die Notwendigkeit des Vereins, Spieler zu verkaufen, um die DNCG zu befriedigen, könnte in den kommenden Wochen zu weiteren Abgängen führen, wobei Greenwood potenziell zu einem wichtigen Vermögenswert bei der Mittelbeschaffung wird. Bis jedoch ein geeignetes Angebot eingeht, bleibt der ehemalige Manchester United-Spieler im Verein. Balerdis Entscheidung, bei Marseille zu bleiben, sorgt für etwas Stabilität in der Abwehr, aber die allgemeine finanzielle Lage bleibt eine große Herausforderung für den Verein.




