Laut Fabrizio Romano hat der FC Barcelona eine Einigung mit Borussia Dortmund über die Ablöse von Stürmer Karim Adeyemi erzielt. Die LaLiga-Meister zahlen zunächst 22 Millionen Euro für den 24-Jährigen, zuzüglich 7 Millionen Euro in leistungsbezogenen Boni, was die Gesamtsumme auf 29 Millionen Euro bringt.
Der Deal stellt ein Schnäppchen für Barcelona dar, da Adeyemi vor wenigen Monaten noch mit einem Wechsel in die Premier League für eine geschätzte Ablösesumme von 85 Millionen Euro in Verbindung gebracht wurde. Der deutsche Nationalspieler wird einen Fünfjahresvertrag beim katalanischen Verein unterschreiben, nachdem er sich bereits zu Wochenbeginn auf persönliche Bedingungen geeinigt hatte.
Dieser Transfer beendet voraussichtlich Barcelonas Bemühungen um Marcus Rashford von Manchester United. Obwohl zuvor ein Angebot in Höhe von 30 Millionen Euro für den englischen Stürmer geprüft wurde, machen die Verpflichtungen von Anthony Gordon und nun Adeyemi einen Wechsel für Rashford immer unwahrscheinlicher. Barcelona hat kürzlich eine Vereinbarung über 80 Millionen Euro mit Newcastle für Gordon getroffen.
Der Trainer von Barcelona, Hansi Flick, spielte eine entscheidende Rolle bei der Verpflichtung von Adeyemi, nachdem er dem Spieler zuvor sein Debüt in der deutschen Nationalmannschaft ermöglicht und ihn in den Kader für die Weltmeisterschaft 2022 berufen hatte. Flick hofft, Adeyemis beträchtliche Geschwindigkeit an der Seite von Gordon zu entfesseln und möglicherweise eine der schnellsten Angriffsreihen im Weltfußball zu bilden.
Dortmund wird das Ergebnis wahrscheinlich mit gemischten Gefühlen betrachten. Obwohl Adeyemis vier Jahre im Verein nicht vollständig seinen anfänglichen Erwartungen entsprachen, stellt der finanzielle Ertrag einen Verlust im Vergleich zu den 30 Millionen Euro dar, die sie 2022 an RB Salzburg für seine Dienste gezahlt haben. Der Verein konnte keine Vertragsverlängerung mit Adeyemi und seinem Agenten Jorge Mendes vereinbaren, wobei Meinungsverschiedenheiten über Gehalt und eine Ausstiegsklausel unüberwindbar waren.
Die Verhandlungen kamen aufgrund der Forderungen von Mendes ins Stocken, die ein hohes Gehalt und eine Ausstiegsklausel beinhalteten, denen Dortmund widerwillig zustimmen wollte. Mit nur noch einem Jahr Restlaufzeit seines aktuellen Vertrags schwächte sich Dortmunds Verhandlungsposition, was Barcelona letztendlich ermöglichte, Adeyemi zu einer reduzierten Gebühr zu verpflichten. Der Wunsch des Spielers nach einem Wechsel trug ebenfalls zur Verkaufsbereitschaft des Vereins bei.



