
Barcelona legt offiziell Beschwerde bei der UEFA wegen Champions-League-Schiedsrichterleistung ein
Der FC Barcelona hat bei der UEFA eine offizielle Beschwerde über die Schiedsrichterleistung bei der 2:0-Niederlage im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinals gegen Atlético Madrid eingereicht. Der Verein bemängelt eine nicht gegebene Elfmetersituation und hat eine Untersuchung sowie Zugang zu den Kommunikationen der Schiedsrichter gefordert.
Barcelona hat eine offizielle Beschwerde bei der UEFA bezüglich der Schiedsrichterleistung bei der 2:0-Niederlage im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinals gegen Atlético Madrid eingereicht. Der Verein bestätigte dies in einer offiziellen Erklärung auf seiner Website am Donnerstag und nannte einen konkreten Vorfall sowie ein Muster von Entscheidungen, die seiner Meinung nach gegen ihn in der Wettbewerb ausgegangen sind.
Die Mannschaft aus La Liga wurde am Dienstagabend im Estadi Olímpic Lluís Companys mit 2:0 besiegt. Das Spiel wurde von einer frühen Roten Karte für Barcelonas Verteidiger Ronald Araujo geprägt, die das Team zwang, über eine Stunde mit zehn Mann zu spielen. Die formelle Beschwerde des Vereins bei der UEFA bezieht sich jedoch auf einen Vorfall in der 54. Minute des Spiels. Barcelona argumentiert, dass in der frühen zweiten Halbzeit ein Elfmeter für sie hätte gegeben werden müssen, als der Ball angeblich die Hand eines Atlético-Madrid-Verteidigers innerhalb des Strafraums berührte. Es wurde kein Elfmeter gegeben, und der Video-Assistent (VAR) griff nicht ein, um eine Überprüfung auf dem Spielfeld zu empfehlen.
In einer scharf formulierten Erklärung argumentierte der Verein, dass die Schiedsrichterleistung von Schiedsrichter István Kovács aus Rumänien und seinem Team nicht den erforderlichen Standards entsprach. In der Erklärung des Vereins hieß es, die Schiedsrichterleistung „entsprach nicht den erforderlichen Standards und beeinflusste das Ergebnis des Spiels direkt“. Barcelona hat die UEFA aufgefordert, eine Untersuchung einzuleiten und Zugang zu den Audioaufnahmen der Kommunikation zwischen den Schiedsrichtern zu gewähren. Die Erklärung deutete auch darauf hin, dass es sich nicht um einen Einzelfall handelte, und behauptete, dass „unverständliche Entscheidungen“ in den letzten Champions-League-Kampagnen wiederholt gegen den Verein ausgegangen seien, was zu einem wahrgenommenen „Doppelstandard“ geführt habe.
Barcelona, das auch im Hinspiel des Viertelfinals in der vergangenen Saison frühzeitig dezimiert wurde, ist nun in drei der letzten vier Saisons im Viertelfinale ausgeschieden. Die Niederlage gegen Atlético Madrid, trainiert vom ehemaligen Barca-Trainer Luis Enrique, stellt sie vor eine große Herausforderung, um das 2:0-Ergebnis im Rückspiel nächste Woche im Estadio Metropolitano umzukehren. Die formelle Beschwerde des Vereins wird als eine deutliche Eskalation seiner Unzufriedenheit angesehen, die über die Kommentare eines Trainers nach dem Spiel hinaus zu einer offiziellen, rechtlichen Anfechtung der Leistung der Schiedsrichter führt. Die UEFA hat noch keine öffentliche Stellungnahme zu der Beschwerde abgegeben. Das Rückspiel ist für den 16. April im Metropolitano-Stadion in Madrid geplant.

