
Barcelona plantet neue UEFA-Beschwerde wegen Champions-League-Schiedsrichterleistung
Der Präsident von Barcelona, Joan Laporta, hat bestätigt, dass der Verein eine zweite formelle Beschwerde bei der UEFA bezüglich der Schiedsrichterleistung im Viertelfinal-Aus gegen Atlético Madrid einreichen wird. Die Ankündigung erfolgt weniger als eine Woche nachdem die ursprüngliche Beschwerde des Vereins bezüglich des Hinspiels als unzulässig abgewiesen wurde. Laporta bezeichnete die Schiedsrichterleistung in beiden Spielen als "skandalös" und "unerträglich" in Aussagen gegenüber der spanischen Presse am Mittwoch.
Barcelona schied nach einer 2:1-Niederlage im Rückspiel im Estadio Metropolitano am Dienstag aus dem Wettbewerb aus, unter der Leitung des französischen Schiedsrichters Clément Turpin. Laporta hob insbesondere zwei Vorfälle hervor, jeweils einen aus jedem Spiel. Er behauptete, Barcelona sei im Hinspiel im Montjuïc ein klarer Elfmeter verweigert worden. Für das Rückspiel kritisierte er die Entscheidung, Verteidiger Pau Cubarsí vom Platz zu stellen, und argumentierte, der 17-Jährige hätte nur eine Gelbe Karte verdient, und der VAR-Eingriff, um die Karte auf Rot zu erhöhen, sei falsch und schädlich für die Chancen seines Teams gewesen.
"Der Schiedsrichter hatte die richtige Entscheidung getroffen, aber der VAR zwang ihn, sie mit einer Roten Karte zu überprüfen, die uns sehr wehgetan hat", sagte Laporta. Der Präsident erklärte, dass Vizepräsident Rafa Yuste ihn über die Absicht des Vereins informiert habe, die neue Beschwerde einzureichen, um weitere Erklärungen von der europäischen Fußball-Regierungsbehörde zu erhalten. Diese anhaltende Beschwerde unterstreicht die tiefe Frustration innerhalb des katalanischen Vereins nach dem Ausscheiden aus dem Wettbewerb.
Der Kontext dieses Ausscheidens ist für Barcelona besonders bitter, da der Verein in dieser Saison große Hoffnungen auf einen tiefen Champions-League-Lauf gesetzt hatte. Die Niederlage setzt ein Muster europäischer Enttäuschungen der letzten Jahre fort und stellt einen erheblichen finanziellen und sportlichen Rückschlag dar. Laportas scharfe öffentliche Kritik spiegelt auch das hochdruckvolle Umfeld im Verein wider, wo die Erwartungen trotz anhaltender finanzieller Einschränkungen immens bleiben.
Obwohl solche Beschwerden selten erfolgreich sind, um Spielergebnisse zu ändern, dienen sie dazu, öffentlichen Druck auf die Schiedsrichterorganisationen auszuüben und können die Ernennung von Schiedsrichtern für zukünftige Spiele mit dem Verein beeinflussen. Die UEFA hat die jüngste beabsichtigte Beschwerde von Barcelona noch nicht zur Kenntnis genommen oder beantwortet. Der Fokus von Xavi Hernández' Mannschaft verschiebt sich nun ganz auf die Sicherung des zweiten Platzes in La Liga, wobei die Saison in Europa faktisch im Viertelfinale endet.


