Juventus erwägt den Verkauf von Andrea Cambiaso, wobei sowohl Barcelona als auch Chelsea Interesse an dem 23-jährigen Außenverteidiger bekundet haben. Dieser Schritt ist Teil einer umfassenderen Anstrengung des neu ernannten CEO und Sportdirektors von Juventus, Giovanni Carnevali, um durch Spielerverkäufe Einnahmen zu generieren, nachdem der Verein die Qualifikation für die Champions League verpasst hat.
Cambiaso, der 2022 zu Juventus kam, wird auf 40 Millionen Euro geschätzt, was einen erheblichen potenziellen Gewinn für den Turiner Verein darstellt, der ihn ursprünglich für etwa 6 Millionen Euro verpflichtet hatte. Obwohl er vom derzeitigen Juventus-Trainer Luciano Spalletti hoch geschätzt wird, der seine vielseitigen Fähigkeiten gelobt hat, ist der Verein offen für Angebote, die seine finanzielle Situation stärken würden.
Barcelona beobachtet Cambiasos Situation seit mehreren Monaten, während Chelsea kürzlich Cucurella an Real Madrid verkauft hat und möglicherweise einen Ersatz sucht. Der Trainer von Chelsea, Xabi Alonso, wurde während seiner Zeit bei Real Madrid bereits mit Cambiaso in Verbindung gebracht. Carnevali pflegt eine bereits bestehende Beziehung zu beiden Vereinen aus seiner Zeit bei Sassuolo, was die Verhandlungen potenziell erleichtern könnte.
Sollte Cambiaso den Verein verlassen, erkundet Juventus mehrere Ersatzoptionen. Sportdirektor Marco Ottolini hat Djed Spence von Tottenham Hotspur vorgeschlagen, einen Spieler, mit dem er zuvor bei Genoa zusammengearbeitet hat. Spalletti bevorzugt Emerson Palmieri, derzeit bei Marseille, den er bereits bei Roma trainiert hat. Carnevali erwägt auch einen Transfer von Matteo Ruggeri, um den italienischen Anteil im Juventus-Kader zu stärken. Juventus führt auch Gespräche mit Atlético Madrid bezüglich Sorloth und Nico Gonzalez, steht aber im Wettbewerb und die Bewertung beider Spieler liegt über 20 Millionen Euro.
Der potenzielle Verkauf von Cambiaso würde Juventus dringend benötigte Mittel zur Reinvestition in den Kader verschaffen und Spalletti ermöglichen, seine gewünschten Verstärkungen zu verpflichten, während er seine Amtszeit in Turin beginnt.



