
Barcelonas UEFA-Berufung wegen Handspiels von Marc Pubill abgewiesen vor Champions-League-Rückspiel
Die UEFA hat den formellen Einspruch des FC Barcelona bezüglich eines umstrittenen Handspiels im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinals gegen Atlético Madrid abgewiesen. Das Kontroll-, Ethik- und Disziplinargremium der UEFA erklärte die Beschwerde in einer am Sonntag veröffentlichten Erklärung als "unzulässig", nur wenige Stunden bevor die beiden Mannschaften am Montagabend im Metropolitano-Stadion erneut aufeinandertreffen. Barcelona hatte das Hinspiel im Camp Nou letzte Woche mit 2:0 verloren.
Der katalanische Verein hatte am 9. April Berufung eingelegt und sich dabei auf eine Szene in der zweiten Halbzeit konzentriert, in der Atlético-Verteidiger Marc Pubill nach einer Abwehr seines eigenen Torwarts den Ball mit der Hand berührt zu haben schien. Barcelona argumentierte, dass die Entscheidung des Schiedsrichters Istvan Kovacs, keinen Elfmeter zu geben, und das anschließende Ausbleiben eines Eingriffs des Video-Assistenten (VAR) direkten Einfluss auf das Spiel und dessen Ergebnis hatten. Die Entscheidung der UEFA beendet damit jeglichen offiziellen Rechtsbehelf Barcelonas in Bezug auf den Vorfall.
Die Entscheidung fügt einer ohnehin schon hochspannungsgeladenen Begegnung eine weitere Ebene der Spannung hinzu. Barcelona-Trainer Hansi Flick hat auch seine Unzufriedenheit mit dem Zustand des Rasens im Metropolitano zum Ausdruck gebracht. Berichten aus Spanien zufolge äußerte Flick gegenüber dem UEFA-Delegierten Christian Kofoed Bedenken hinsichtlich der Länge und möglicher Trockenheit des Grases und wies auf bestimmte Bereiche der Spielfläche hin.
Dies ist nicht das erste Mal, dass der Zustand des Rasens von Atlético Gegenstand von Kontroversen ist. Nach einer 0:4-Niederlage im Copa del Rey auf demselben Gelände zu Beginn der Saison und einem anschließenden Spiel gegen Tottenham Hotspur bemerkten mehrere Spieler, darunter Atléticos eigene Koke und Antoine Griezmann, dass die Oberfläche rutschig sei und den Ball unvorhersehbar abprallen lasse. Der Verein hat in der Vergangenheit einen vollen Terminkalender mit nicht-fußballerischen Veranstaltungen und schwierige Wetterbedingungen als Faktoren genannt, die die Rasenpflege beeinträchtigen. Die UEFA hat Barcelona angeblich versichert, dass alle organisatorischen Protokolle für das Spiel vorhanden sind.
Mit der abgewiesenen Berufung und einem Rückstand von zwei Toren konzentriert sich Barcelona nun ganz darauf, das Defizit auf dem Platz auszugleichen. Der Vorfall mit Pubill wird wahrscheinlich ein Streitpunkt für die Anhänger des Vereins bleiben, aber die sportliche Herausforderung in Madrid ist nun eindeutig. Atlético Madrid unter Diego Simeone wird versuchen, seine Führung und den Heimvorteil zu nutzen, um einen Platz im Halbfinale zu sichern und möglicherweise von jeglicher anhaltenden Frustration im Lager des FC Barcelona zu profitieren.



