Der Inter-Verteidiger Alessandro Bastoni ist laut italienischen Medienberichten in eine Untersuchung wegen angeblicher Verwicklung in ein Prostitutionsring mit Minderjährigen verwickelt und erschien heute nicht vor den Staatsanwälten, um Fragen zu beantworten. Diese Entscheidung wurde auf Anraten seines Anwalts Salvatore Scuto getroffen, der die Vorladung als vage bezeichnete. Unterdessen wurde Riccardo Calafiori als informierte Person befragt, nachdem bereits Daniel Maldini und Kevin Bonifazi ähnliche Befragungen durchlaufen hatten, ohne dass aus diesen Gesprächen neue Erkenntnisse hervorgegangen wären.
Die Ermittlungen konzentrieren sich auf Vorwürfe, dass Bastoni im Juli 2020 eine Beziehung zu einem 17-jährigen Mädchen hatte. Bastoni hat jegliches Fehlverhalten stets bestritten, und die Untersuchung folgt auf eine schwierige persönliche Saison für den Spieler. Er war im Zusammenhang mit dem Kalulu-Fall und seiner Roten Karte in Zenica, die zum Scheitern der italienischen WM-Qualifikation beitrug, mit Buhrufen konfrontiert worden.
Trotz dieser Herausforderungen hat Bastoni Berichten zufolge die Unterstützung von Inter gespürt und den Wunsch geäußert, den Verein zu verlassen. Die laufenden Ermittlungen könnten seine Situation jedoch verändern. Berichten zufolge ist Inter zwar bisher nicht bereit gewesen, Bastoni zu verkaufen, könnte aber bereit sein, Angebote zu prüfen, die seinem Marktwert entsprechen, insbesondere wenn sich die Situation verschlechtert. Der Verein hat dem Spieler stets seine Unterstützung ausgesprochen.
Bastoni wurde in der Vergangenheit mit mehreren europäischen Vereinen in Verbindung gebracht, darunter Barcelona, Real Madrid und Teams der Premier League. Ein möglicher Wechsel ins Ausland könnte jedoch Herausforderungen mit sich bringen, da nur wenige ausländische Ligen das Dreierabwehrsystem nutzen, in dem Bastoni glänzt. Die Möglichkeit, Angebote mit einer anderen Perspektive zu bewerten, hat sich angesichts der aktuellen Umstände ergeben. Inter-Funktionäre sollen die Situation genau beobachten und ihre Optionen bewerten, je nachdem, wie sich die Ermittlungen entwickeln und welche Angebote in diesem Sommer eingehen.



