
Bayer Leverkusens Hjulmand erhält Unterstützung vor entscheidendem Rheinderby
Der Sportdirektor von Bayer Leverkusen, Simon Rolfes, hat Cheftrainer Kasper Hjulmand öffentlich unterstützt und bestätigt, dass dieser seinen Posten behalten wird. Das Votum des Vertrauens, wie von Sky berichtet, kommt nach dem Ausscheiden Leverkusens im DFB-Pokal-Halbfinale gegen Bayern München und inmitten anhaltender Spekulationen über Hjulmands Zukunft. Sein Vertrag läuft bis 2027.
Rolfes verlagerte den Fokus schnell auf das Hauptziel des Vereins: die Sicherung der Champions-League-Qualifikation über die Bundesliga. Leverkusen steht derzeit auf dem sechsten Tabellenplatz und benötigt Siege in seinen letzten vier Spielen, beginnend mit dem Rheinderby am Samstag gegen den 1. FC Köln. „Ich bin fest davon überzeugt, dass wir die Möglichkeit haben, uns für die Champions League zu qualifizieren, wenn wir die Spiele gewinnen“, sagte Rolfes laut dem Bericht.
Die Unterstützung folgt auf eine schwierige erste Saison für Hjulmand, der letzten Sommer nach einem umfassenden Kaderumbruch das Amt übernahm. Die 0:2-Pokalniederlage gegen Bayern markierte das Ende Leverkusens letzter Chance auf einen Titel in dieser Saison und verstärkte die Kontrolle über die Position des Trainers. Nach dem Spiel lobte Bayern-Trainer Vincent Kompany unerwartet Leverkusens Leistung in der zweiten Halbzeit und sagte, was die Mannschaft erreicht habe, sei „sehr gut“ gewesen und sei von vielen Mannschaften in dieser Saison nicht geschafft worden.
Hjulmand selbst räumte die schwierige Saison ein, bestand aber darauf, dass das Projekt auf dem richtigen Weg sei. „Wir haben großes Potenzial in diesem Verein mit dieser Mannschaft“, sagte er und forderte eine Perspektive auf den umfassenden Wiederaufbau. Die unmittelbare Aufgabe besteht darin, sein Team für das Derby gegen einen Köln zu mobilisieren, der darum kämpft, seinen Bundesliga-Status zu sichern, ein Spiel, das historisch von hoher Emotionalität und gelegentlichen Fan-Auseinandersetzungen geprägt ist.
Das Derby hat eine zusätzliche Bedeutung aufgrund eines umstrittenen Treffens im Dezember, bei dem etwa 500 Kölner Fans das BayArena vor dem Anpfiff aufgrund strenger Einlasskontrollen verließen. Die Polizei hat das kommende Spiel als Hochrisikospiel eingestuft. Die Leverkusener Fans zeigten vor dem Bayern-Spiel mit einer Pyrotechnik-Show ihre anhaltende Unterstützung, ein Gefühl, das das Team auf dem Platz kanalisieren muss. Für Hjulmand stellen die kommenden Wochen eine entscheidende Prüfung dar, um zu beweisen, dass er der richtige Mann ist, um Leverkusens erklärtes Projekt voranzutreiben, wobei die Teilnahme an der Champions League die Mindestanforderung ist, um seine Position über diesen Sommer hinaus zu festigen.



