
Bayern München dreht spätes Spiel gegen Freiburg und gewinnt 3:2
Der FC Bayern München erzielte in den letzten zehn Minuten drei Tore und schaffte so am Freitag einen dramatischen 3:2-Sieg gegen den SC Freiburg in der Allianz Arena. Nachdem sie mit neun Minuten regulärer Spielzeit noch 0:2 zurücklagen, sorgten ein Doppelpack von Tom Bischof und ein Treffer in der Nachspielzeit von Lennart Karl für drei wichtige Punkte für den Tabellenführer der Bundesliga.
Bayern-Trainer Vincent Kompany hatte sein Team im Hinblick auf das Viertelfinal-Hinspiel der Champions League am Dienstag gegen Real Madrid rotiert und Harry Kane draußen gelassen sowie Schlüsselspieler wie Dayot Upamecano, Konrad Laimer, Aleksandar Pavlovic und Michael Olise auf der Bank sitzend gelassen. Die veränderte Aufstellung hatte laut Spielberichten von Sportschau gegen eine disziplinierte Freiburger Mannschaft zu kämpfen. Freiburg ging kurz nach der Halbzeitpause durch einen hervorragenden Weitschuss von Johan Manzambi in Führung, bevor Lucas Höler in der 71. Minute nach einem seltenen Fehler von Bayern-Torwart Manuel Neuer die Führung ausbaute.
Das Spiel schien den Gastgebern zu entgleiten, bis zur 81. Minute, als Tom Bischof, ein Neuzugang von Freiburg, die Wende mit einem kraftvollen Schuss aus der Distanz einleitete. Bischof, der im vergangenen Sommer zum FC Bayern wechselte, traf erneut in der zweiten Minute der Nachspielzeit mit einem weiteren präzisen Abschluss von außerhalb des Strafraums zum Ausgleich. Die Trendwende wurde in der Nachspielzeit vollendet, als Joshua Kimmich und Alphonso Davies kombinierten, um Lennart Karl für einen einfachen Tap-in vorzubereiten.
Das Ergebnis festigt Bayerns Position an der Spitze der Bundesliga-Tabelle und gibt vor dem europäischen Spiel einen wichtigen moralischen Schub. Für Freiburg stellt dies einen verheerenden Zusammenbruch nach einer Leistung dar, die mindestens einen Punkt verdient hätte. Nach dem Spiel räumte Kompany die Stärke des Gegners ein und sagte Sportschau: "Wir haben gegen ein sehr starkes Freiburg gespielt. Ich wusste, dass diese Mannschaft unglaublich gut kämpft".
Die späten Tore unterstrichen die Wirkung von Tom Bischof seit seinem Wechsel nach München. Die Entwicklung des jungen Angreifers in Freiburg hatte ihn zu einem der vielversprechendsten Talente der Bundesliga gemacht, und seine Fähigkeit, Spiele aus dem Mittelfeld zu beeinflussen, war ein Schlüsselfaktor bei der Verfolgung durch den FC Bayern. Seine Leistung gegen seinen ehemaligen Verein demonstrierte den unmittelbaren Mehrwert, den er bietet, insbesondere in Abwesenheit von ausgeruhten Stars.
Für Freiburg ist die Niederlage eine harte Lektion im Abschluss von Spielen gegen die Liga-Elite. Trainer Julian Schuster äußerte sich frustriert über die Länge der Nachspielzeit, lobte aber die Leistung seines Teams in seinen Kommentaren nach dem Spiel. Der Verein wird sich nun auf das nächste Spiel gegen Mainz 05 vorbereiten, während Bayern vor ihrem entscheidenden europäischen Spiel in Madrid gegen St. Pauli in der Liga antreten wird.



