
Bayern München mit Geldstrafe belegt, aber kein Fan-Ausschluss für das Champions-League-Halbfinale
Die UEFA hat Bayern München mit 89.625 Euro wegen Fehlverhaltens von Fans während des Viertelfinal-Sieges gegen Real Madrid belegt, wird aber kein Zuschauerausschluss für das Rückspiel des Champions-League-Halbfinales gegen PSG verhängen. Die Vorfälle umfassten Platzstürme und eine unzumutbare Botschaft. Bayern wird somit im entscheidenden Spiel am 6. Mai die volle Unterstützung seiner Fans genießen.
Bayern München wurde von der UEFA mit einer Geldstrafe belegt, wird aber kein Zuschauerausschluss für das bevorstehende Rückspiel des Champions-League-Halbfinales gegen Paris Saint-Germain geben müssen. Laut Sky Deutschland hat der europäische Fußballverband dem deutschen Verein nach den Vorfällen während des Viertelfinal-Sieges gegen Real Madrid finanzielle Sanktionen in Höhe von insgesamt 89.625 Euro auferlegt. Die bedeutendste Konsequenz ist, dass Bayern am Mittwoch, den 6. Mai, vor vollem Haus in der Allianz Arena spielen wird, eine Entscheidung, die die Mannschaft vor dem Nachteil eines leeren Stadions in einem entscheidenden europäischen Spiel bewahrt.
Die Untersuchung wurde durch die Szenen nach dem dramatischen 4:2-Sieg im Rückspiel gegen Real Madrid am 17. April ausgelöst. Nach einem späten Tor brachen mehrere Anhänger aus der berühmten Südkurve die Sicherheitsbarrieren durch und drangen auf den Spielfeldbereich ein, wodurch Fotografen und andere Medienvertreter gefährdet wurden. Die Aufschlüsselung der Geldstrafen der UEFA umfasst 40.000 Euro für die Verletzung des inneren Spielfeldbereichs, 14.000 Euro für die Blockierung öffentlicher Durchgänge und 5.625 Euro für das Werfen von Gegenständen.
Eine anschließende Aktualisierung bestätigte eine zusätzliche Strafe von 30.000 Euro für das, was die UEFA als die Verbreitung einer Botschaft bezeichnete, die für eine Sportveranstaltung „unzumutbar“ sei. Obwohl der genaue Inhalt dieser Botschaft im Bericht nicht detailliert wurde, versteht man darunter Darstellungen oder Mitteilungen innerhalb des Stadions. Die finanzielle Strafe beendet die Angelegenheit und ermöglicht es Bayern, sich mit der lautstarken Unterstützung seiner Heimfans intakt auf die Vorbereitung auf den Besuch von PSG zu konzentrieren.
Für Bayern ist das Vermeiden eines Fan-Ausschlusses eine große Erleichterung. Die Atmosphäre, die von der Südkurve erzeugt wird, gilt als ein großer Vorteil, insbesondere bei hochriskanten K.-o.-Spielen zu Hause. Trainer Thomas Tuchel wird sein Team nun auf eine traditionell feindselige Umgebung für die gegnerische Mannschaft vorbereiten können, ein Faktor, der sich als entscheidend erweisen könnte, wenn es darum geht, ein Rückstandsergebnis umzukehren oder einen Vorsprung zu verteidigen. Der Verein hat noch keine öffentliche Stellungnahme zu den Geldstrafen abgegeben.
Die Entscheidung unterstreicht die jüngste Tendenz der UEFA, schwere finanzielle Strafen anstelle von Stadionverboten für Ersttäter oder weniger schwerwiegende Verstöße zu verhängen, obwohl wiederholte Vorfälle zu schwerwiegenderen sportlichen Sanktionen führen können. Für PSG bedeutet die Nachricht, dass ihre Aufgabe in München so entmutigend bleibt wie erwartet, da sie sowohl auf eine motivierte Bayern-Mannschaft als auch auf ihre leidenschaftlichen Fans treffen. Der Fokus verlagert sich nun vollständig auf den Platz, wo Bayern versuchen wird, seinen Heimvorteil zu nutzen, um sich einen Platz im Champions-League-Finale in Wembley zu sichern.



