Medhi Benatia wird seine Position als Sportdirektor von Olympique Marseille am Montag, den 18. Mai, verlassen, bestätigte der Verein am Samstag. Der Abgang erfolgt am Tag nach dem Saisonende der Ligue 1.
Benatia hatte bereits im Februar seinen Rücktritt eingereicht, erklärte sich jedoch auf Wunsch des Vereinsbesitzers Frank McCourt bereit, für weitere Monate im Amt zu bleiben. McCourt veröffentlichte eine Erklärung, in der er Benatias „starkes Verantwortungsbewusstsein und aufrichtige Verbundenheit“ mit Marseille lobte und sein Engagement „in einer anspruchsvollen Zeit für den Verein“ hervorhob.
Benatia selbst bedankte sich bei McCourt für dessen unerschütterliches Vertrauen und erklärte, die Beziehung werde eine wertvolle Erinnerung bleiben. Er wünschte dem Verein viel Erfolg, da er davon überzeugt ist, dass Marseille und seine Anhänger dies verdienen. Die Zeit des marokkanischen Nationalspielers in dieser Position wurde mit einiger Kritik hinsichtlich seiner Personal- und Managemententscheidungen begleitet, obwohl seine Präsenz bei Pressekonferenzen nach Spielen vermisst werden wird.
Benatias Spielerkarriere umfasste Stationen beim FC Bayern München, AS Rom und Juventus Turin, wo er sich als herausragender Verteidiger im europäischen Fußball etablierte. Er bestritt 51 Länderspiele für Marokko und war bei der Weltmeisterschaft 2018 Kapitän der Mannschaft. Er schloss sich Marseille ursprünglich 2016 an und verbrachte eine Saison als Spieler, bevor er 2020 in eine Position außerhalb des Spielfelds wechselte. Seine Rückkehr zum Verein sollte für Stabilität und Richtung sorgen, doch die Zeit war turbulent.
Der Zeitpunkt von Benatias Abgang hinterlässt bei Marseille eine erhebliche Lücke, die vor einem entscheidenden Sommer-Transferfenster geschlossen werden muss. Der Verein wird versuchen, eine Mannschaft aufzubauen, die in der Lage ist, nächste Saison um die Qualifikation für die Champions League zu kämpfen, und die Suche nach einem geeigneten Nachfolger für Benatia hat Priorität. Die Suche nach einem neuen Sportdirektor wird voraussichtlich umgehend beginnen.



