Der uruguayische Nationaltrainer Marcelo Bielsa hat seine öffentliche Ablehnung der FIFA fortgesetzt und seine Unzufriedenheit mit den Bedingungen rund um die Weltmeisterschaft 2026 demonstriert. Der Vorfall ereignete sich während der offiziellen Teamfoto-Session vor dem Eröffnungsspiel Uruguays gegen Saudi-Arabien. Während viele Spieler und Trainer enthusiastisch teilnahmen, blieb Bielsa regungslos stehen und starrte auf den Boden.
Dies ist kein isolierter Vorfall für den 69-jährigen argentinischen Trainer. Bielsa hatte bereits während der Copa América 2024 starke Einwände vorgebracht und die mögliche Ausweisung von Spielern durch US-Behörden, das wahrgenommene Schweigen der Fußballverbände und den schlechten Zustand der Trainingsanlagen kritisiert. Seine offene Art ist zu einem Markenzeichen seiner Karriere geworden, und er hat sich nie gescheut, etablierte Normen in Frage zu stellen.
Bielsa startet voraussichtlich seine letzte Weltmeisterschaftskampagne, mit dem Ziel, die enttäuschende Leistung Uruguays bei der Weltmeisterschaft 2022 in Katar zu verbessern, wo sie in der Gruppenphase ausgeschieden waren. Er übernahm die Celeste im Dezember 2023 und erbte ein Team, das in der Lage ist, mit den Besten der Welt zu konkurrieren, aber eine klare taktische Richtung und einen Motivationsschub benötigt.
Bekannt für seine intensiven Trainingsmethoden und taktische Innovation hat Bielsa im Laufe seiner Karriere mehrere hochkarätige Vereine trainiert, darunter Athletic Bilbao, Marseille und Leeds United. Besonders seine Zeit bei Leeds sah ihn dabei, ein Team aufzubauen, das einen aufregenden, energiegeladenen Fußball spielte und sich so eine treue Anhängerschaft unter den Fans des Vereins erwarb. Er verließ den Verein im Februar 2022 einvernehmlich.
Bielsas jüngster Protest unterstreicht sein Engagement für Prinzipien, an die er glaubt, auch wenn dies möglicherweise als respektlos gegenüber den Turnierveranstaltern angesehen wird. Seine Aktionen werden wahrscheinlich eine weitere Debatte über die Fairness und Transparenz der FIFA-Operationen und die Bedingungen auslösen, die den teilnehmenden Nationen auferlegt werden. Uruguay spielte in seinem Eröffnungsspiel 1:1 gegen Saudi-Arabien.



