Bournemouth hat Rechtsverteidiger Alex Jiménez nach dem Auftauchen angeblicher Nachrichten an eine Minderjährige aus dem Kader für das Premier-League-Spiel gegen Fulham ausgeschlossen. Der Verein bestätigte, dass er die Angelegenheit untersucht, nachdem online Bilder kursierten, die ein privates Gespräch zwischen dem Spieler und einer jungen Frau zeigen sollen, darunter ein Foto aus seinem Auto, das von einer angeblich anzüglichen Bildunterschrift begleitet wird, wie die Zeitung The Sun berichtet.
Bislang wurden keine formellen Anschuldigungen gegen Jiménez erhoben, aber Bournemouth hat eine interne Untersuchung eingeleitet und sofortige Maßnahmen ergriffen, indem er ihn aus dem Kader entfernte. In einer Erklärung des Vereins hieß es, man sei sich der in den sozialen Medien kursierenden Beiträge bewusst und verstehe die Ernsthaftigkeit der Angelegenheit. Weiterhin wurde bestätigt, dass Jiménez nicht im Team für die Reise nach Craven Cottage sein wird und derzeit keine weiteren Kommentare abgegeben werden.
Diese Situation ergibt sich während einer herausragenden Saison für den 2005 geborenen Jiménez, der ein wichtiger Spieler für Bournemouth ist. Der Spanier kam auf Leihbasis vom AC Mailand zum Verein und hat sich zu einem der Leistungsträger der Mannschaft entwickelt, während sie um eine mögliche historische Qualifikation für den europäischen Wettbewerb kämpfen.
Entscheidend ist, dass Bournemouths Kaufpflicht für Jiménez im Rahmen des Leihvertrags mit dem AC Mailand bereits ausgelöst wurde. Der Transfer wird am Ende der Saison endgültig und bringt dem italienischen Verein schätzungsweise 24 Millionen Euro ein – 19 Millionen Euro als feste Ablösesumme, zuzüglich weiterer 5 Millionen Euro in potenziellen Boni. Ein Teil dieser Gebühr wird jedoch an Real Madrid fällig, das eine Beteiligung von 50 % an zukünftigen Verkaufsgewinnen im Zusammenhang mit dem festen Teil des Transfers hält. Jiménez durchlief zuvor die Jugendakademie von Real Madrid, bevor er zum AC Mailand wechselte.




