Brighton & Hove Albion hat Pläne für den Bau eines neuen, speziell für sein Frauenteam gebauten Stadions mit 10.000 Plätzen angekündigt, ein Novum für einen professionellen Frauenfußballverein in Europa. Laut einer am Dienstag veröffentlichten Vereinsmitteilung wird das neue Stadion neben dem Amex Stadium, dem Heimstadion des Männerteams, errichtet und soll rechtzeitig zur Saison 2030-31 fertiggestellt werden. Eine symbolische Fußgängerbrücke wird die beiden Arenen verbinden.
Der Verein gab an, dass diese Entwicklung Brighton zum Standort des "ersten speziell gebauten Frauenfußballstadions in Großbritannien und Europa" und zu einem von nur drei solchen dedizierten Stadien weltweit machen wird. Derzeit teilen sich die meisten europäischen Spitzen-Frauenteams oder ziehen gelegentlich in die Stadien ihrer angeschlossenen Männervereine für hochkarätige Spiele um, eine Praxis, die von Vereinen wie Arsenal angewendet wird. Die einzige vergleichbare Anlage ist das Stadion des Kansas City Current aus der NWSL, das 2024 eröffnet wurde.
Dieser Schritt stellt eine bedeutende langfristige Investition in die Infrastruktur des Frauenfußballs durch die Eigentümer von Brighton dar. Das Frauenteam bestreitet seine Heimspiele derzeit im Broadfield Stadium in Crawley, etwa 30 Kilometer von der Stadt Brighton und Hove entfernt. Der Umzug zu einer maßgeschneiderten Anlage auf dem gleichen Gelände wie das Amex soll die Identität des Vereins stärken und ein dauerhaftes, modernes Zuhause für das Frauenteam und seine Anhänger bieten.
Die Ankündigung erfolgt zu einer Zeit des anhaltenden Wachstums der Women's Super League, in der Brighton derzeit antritt. Der Verein hat sich als ambitionierter Akteur im Frauenfußball positioniert, und dieses Stadionprojekt ist eine klare Absichtserklärung, eine führende und nachhaltige Grundlage für die Zukunft zu schaffen. Es unterstreicht auch einen gegensätzlichen Ansatz bei Investitionen in die Infrastruktur des Frauenfußballs in Europa, wo solche dedizierten Ressourcen noch selten sind.
Für Brighton zielt das neue Stadion darauf ab, das Spielerlebnis am Spieltag zu verbessern, die Fangemeinde zu vergrößern und potenziell die kommerziellen Einnahmen speziell für den Frauenbereich zu steigern. Die geplante Verbindung zum Amex unterstreicht eine Philosophie der Integration bei gleichzeitiger Wahrung einer eigenen Identität für das Frauenteam. Der Zieltermin 2030-31 deutet auf ein mehrjähriges Projekt hin, was eine sorgfältige Planung und eine schrittweise Entwicklung nahelegt. Diese Initiative setzt einen neuen Maßstab für Investitionen in die Infrastruktur im europäischen Frauenfußball.




