Der ehemalige italienische Nationaltrainer Fabio Capello hat erklärt, dass Roberto Mancini für eine Rückkehr in den Nationalmannschaftskader nicht in Betracht gezogen werden sollte, und kritisierte seinen Wechsel nach Saudi-Arabien. Capello glaubt, dass Antonio Conte die richtige Wahl ist, um die Azzurri zu führen, und sagte dies am Freitagmorgen gegenüber Journalisten in Mailand.
Capello beschrieb die jüngste Suche nach einem neuen italienischen Nationaltrainer als „ein großes Durcheinander“ und verwies auf die Verfolgung von Pep Guardiola, das anfängliche Interesse an Andrea Pirlo und die anschließenden Rücktritte von Paolo Maldini und Leonardo von ihren Positionen beim Italienischen Fußballverband (FIGC). Er deutete an, dass ein bewusster Versuch unternommen wurde, Gründe zu finden, Pirlo nicht zu ernennen, was auf internen Widerstand gegen die Kandidatur des ehemaligen Juventus-Mittelfeldspielers hindeutet.
Mancini verließ seine Position als italienischer Nationaltrainer im Juli, ein Schritt, den Capello negativ bewertet. Laut Capello hat Mancini die Nationalmannschaft ohne ausreichende Rechtfertigung verlassen, um eine Trainerposition in Saudi-Arabien anzunehmen. Diese Entscheidung, so argumentiert er, disqualifiziere Mancini für zukünftige Erwägungen für den Job des italienischen Nationaltrainers.
Mancini führte Italien zum Sieg bei der Euro 2020 und beendete damit eine lange Titeltrockenheit für die Nationalmannschaft. Italien scheiterte jedoch anschließend an der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2022, ein bedeutender Rückschlag, der dem Trainerwechsel vorausging. Sein Wechsel nach Saudi-Arabien kam für viele überraschend, angesichts seines jüngsten Erfolgs mit der Nationalmannschaft, obwohl finanzielle Anreize weithin als ein Schlüsselfaktor genannt werden.
Capello kommentierte auch die Abgänge von Maldini und Leonardo und deutete an, dass sie sich während der jüngsten Turbulenzen innerhalb der FIGC „ausgenutzt“ fühlten. Die beiden traten nach Meinungsverschiedenheiten über die Richtung der Suche nach dem neuen Nationaltrainer zurück. Capellos Unterstützung für Conte signalisiert eine Präferenz für einen Trainer mit einer nachgewiesenen Erfolgsbilanz und einem pragmatischeren Ansatz. Conte war zuvor von 2014 bis 2016 Trainer Italiens und führte sie ins Viertelfinale der Euro 2016. Seine Ernennung würde wahrscheinlich eine Rückkehr zu einem defensiv solideren und taktisch versierteren Spielstil für die Nationalmannschaft bedeuten.




