Cesc Fabregas hat bei Como eine bedeutende taktische Veränderung bewirkt, den Verein zu einem entscheidenden 2:0-Sieg gegen Genoa geführt und ihre Ambitionen auf die Qualifikation für die Champions League neu entfacht. Der Sieg in Marassi, der mit nur zwei Torschüssen erzielt wurde, markierte einen Bruch mit der besitzorientierten Philosophie, für die der spanische Trainer bekannt ist, und zeigte einen neuen Pragmatismus in seinem Ansatz. Laut Analysen des Spiels verzichtete Como bewusst auf den Ballbesitz und agierte mit einem deutlich tieferen defensiven Block, eine strategische Kehrtwende, die nach einer kürzlichen Formschwäche umgesetzt wurde.
Diese taktische Neuausrichtung kommt nach einem schwierigen Monat für die Serie-A-Mannschaft, die aus drei Ligaspielen nur einen Punkt holte und im Halbfinale der Coppa Italia gegen Inter Mailand ausschied. Der tiefe Block, der gegen Genoa eingesetzt wurde, mit einer durchschnittlichen Mannschaftsposition von 46,4 Metern vor dem eigenen Tor, stand im starken Kontrast zur 59,1-Meter-Linie, die beim jüngsten 2:0-Verlust gegen Sassuolo gehalten wurde. In dieser Niederlage hatte Como 70 % Ballbesitz, wurde aber durch Konter bestraft – eine Lektion, die Fabregas in seiner dritten Saison als Cheftrainer schnell gelernt zu haben scheint.
Die neu gewonnene defensive Stabilität hat dazu geführt, dass Torhüter Marco Butez wieder in Form kommt, und Como steht nun in den Top-5-Ligen Europas gemeinsam mit Arsenal, Inter und PSG mit 16 Spielen ohne Gegentor an der Spitze. Diese Grundlage erweist sich als entscheidend, da der Angriff des Vereins weiterhin erfolgreich ist, wobei Stürmer Tasos Douvikas gegen Genoa sein 12. Ligator der Saison erzielte. Douvikas und Mittelfeldspieler Nico Paz haben eine der produktivsten Partnerschaften in der Serie A gebildet, wobei nur Lautaro Martinez und Marcus Thuram von Inter mehr Tore in Kombination erzielt haben.
Fabregas hat die Dichotomie zwischen attraktivem Fußball und Ergebnissen stets als "steril" abgetan, und seine jüngsten Anpassungen zeigen die Bereitschaft, seine Prinzipien an die Anforderungen der Endphase anzupassen. Der Sieg platziert Como fest in der Diskussion um einen Platz unter den ersten Vier, mit einem entscheidenden Spiel gegen Antonio Conte von Napoli im Sinigaglia-Stadion. Diese Partie stellt möglicherweise die letzte große Hürde vor einer Schlussphase gegen Verona, Parma und Cremonese dar, wobei Fabregas' taktische Flexibilität nun ein Schlüsselfaktor bei der Verfolgung der Champions League ist.




