
Cesc Fàbregas schließt Italien-Job aus, konzentriert sich auf Vereinsmanagement
Cesc Fàbregas hat eine Tätigkeit als Nationaltrainer Italiens ausgeschlossen und erklärt, dass sein Fokus weiterhin auf dem täglichen Vereinsfußball liege. Der ehemalige spanische Nationalspieler, derzeit Trainer von Serie B-Verein Como, äußerte sich nach seiner Auszeichnung mit dem Enzo Bearzot Award als Italiens Trainer des Jahres. Er gab an, dass er die Vorstellung eines Nationaltrainer-Postens in dieser Phase seiner Karriere „etwas langweilig“ finde.
Fàbregas, der 2023 seine aktive Karriere beendete, erläuterte seine Beweggründe während der Preisverleihung. „Vielleicht irgendwann, aber im Moment bin ich noch zu sehr Trainer“, sagte er. „Ich muss jeden Tag mit den Spielern, den jungen Spielern auf dem Platz stehen, mich auf die Spiele vorbereiten. Die Arbeit für eine Nationalmannschaft wäre im Moment etwas langweilig für mich. In Zukunft, wenn ich älter bin, wer weiß.“ Der Italienische Fußballverband sucht einen Nachfolger für Luciano Spalletti, der nach dem frühen Ausscheiden Italiens bei der Euro 2024 seinen Posten verlassen hat.
Interimsmäßig hat der Verband Silvio Baldini, den aktuellen Trainer der italienischen U21-Nationalmannschaft, mit der Leitung des A-Teams für das kommende Juni-Länderspielfenster beauftragt. Diese Übergangslösung ermöglicht die Fortsetzung der Suche nach einer langfristigen Lösung. Mehrere namhafte italienische und internationale Trainer wurden mit der prestigeträchtigen Position in Verbindung gebracht, die den Druck mit sich bringt, die Azzurri nach dem Scheitern bei der Qualifikation für die Weltmeisterschaft 2022 und der jüngsten Enttäuschung bei der Europameisterschaft wiederaufzubauen.
Fàbregas' Engagement für Como streicht einen potenziellen Kandidaten von der Liste des Verbandes. Sein schneller Übergang vom Spieler zum preisgekrönten Trainer in Italien ist bemerkenswert. Nach dem Ende seiner aktiven Karriere trat er sofort die Position des Cheftrainers beim lombardischen Verein an, für den er zuvor als Spieler aktiv war. Unter seiner Führung sicherte sich Como den Aufstieg in die Serie A für die Saison 2024-25, eine bedeutende Leistung, die zweifellos zu seiner Anerkennung mit dem Enzo Bearzot Award beigetragen hat.
Die Haltung des Spaniers unterstreicht eine gängige Trennlinie im Management, zwischen der täglichen Intensität des Vereinsfußballs und der sporadischeren, langfristigen Planung, die im Nationalmannschaftsbereich erforderlich ist. Für Fàbregas, der tief in die formative Phase seiner Trainerkarriere eintaucht, hat das Projekt bei Como klare Priorität. Sein Fokus wird sich nun ganz auf die Vorbereitung seines neu beförderten Teams auf die Herausforderungen der italienischen Spitzenliga konzentrieren, eine Aufgabe, die seine volle Aufmerksamkeit erfordert.
Unterdessen geht die Suche nach Italiens nächstem Trainer weiter. Der Verband wird die Aufgabe haben, eine Persönlichkeit zu finden, die in der Lage ist, die viermaligen Weltmeister zu ihrer früheren Größe zurückzuführen, mit der WM-Qualifikation 2026 am Horizont. Fàbregas' Kommentare, die eine Tür schließen, verdeutlichen das attraktive Profil, das moderne Verbände suchen: ein junger, taktisch progressiver Trainer mit einer nachgewiesenen Fähigkeit, Talente zu fördern – ein Profil, das er selbst nun von der Vereinsseite aus verkörpert.



