
Chelsea erwägt Matthias Jaissle von Al-Ahli bei der Suche nach einem neuen Trainer
Chelsea hat den Trainer von Al-Ahli, Matthias Jaissle, als Kandidaten bei der Suche nach einem neuen Cheftrainer identifiziert, so TEAMtalk. Der Verein führt einen detaillierten Prozess nach der Entlassung von Liam Rosenior Anfang dieser Woche durch, wobei bereits umfangreiche Recherchen über den 38-jährigen Deutschen angestellt wurden. Jaissle soll offen für eine Rückkehr in den europäischen Fußball sein, nachdem er 2023 vom RB Salzburg zur Saudi Pro League gewechselt war.
Chelseas Trainersituation änderte sich abrupt, als die Vereinsführung sich entschied, Rosenior am Mittwoch zu entlassen, eine Entscheidung, die beschleunigt wurde, nachdem klar wurde, dass sich die Kabine gegen ihn gewandt hatte. Ursprünglich hatte der Verein geplant, seine Zukunft am Ende der Saison zu bewerten, aber eine Serie von sieben Niederlagen in acht Premier-League-Spielen, darunter fünf aufeinanderfolgende Spiele ohne Torerfolg, führte zu sofortigen Maßnahmen. Der Trainer der Jugendakademie, Calum McFarlane, wurde für den Rest der Saison als Interimstrainer eingesetzt, zu der auch ein FA-Cup-Halbfinale gegen Leeds United an diesem Wochenende gehört.
Jaissle wird als aufstrebendes Talent mit einem progressiven, intensiven Trainingsstil angesehen. Er gilt als Schüler der Methoden von Ralf Rangnick, einer Trainerlinie, zu der auch Julian Nagelsmann, Thomas Tuchel und Jürgen Klopp gehören. Während seiner Zeit in Salzburg, wo er zwei österreichische Bundesliga-Titel gewann, erreichte Jaissle eine Gewinnquote von über 65 % in 241 Spielen. Trotz früherer Vergleiche mit Nagelsmann, die er öffentlich heruntergespielt hat, passt sein Profil zum modernen, systembasierten Ansatz, den Chelseas Eigentümer angeblich bevorzugt.
Quellen zufolge ist Jaissle jedoch bei Weitem nicht die einzige Option, die in Stamford Bridge in Betracht gezogen wird. Die Vereinsführung schätzt den deutschen Nationaltrainer Julian Nagelsmann weiterhin sehr, obwohl er als „Traumziel“ gilt und Berichten zufolge bereits abgesagt haben soll. Chelsea beobachtet auch die Situationen von Oliver Glasner (Crystal Palace) und Andoni Iraola (Bournemouth), die beide in ihren ersten Premier-League-Saisons beeindruckt haben. Der ehemalige Chelsea-Mittelfeldspieler Cesc Fabregas, der derzeit Como in der Serie A trainiert, wurde ebenfalls vorgeschlagen und erregt aufgrund seiner Arbeit in Italien Aufmerksamkeit innerhalb des Vereins.
Es wird nicht erwartet, dass die Vereinsführung die Entscheidung überstürzt, da eine lange Liste von Kandidaten geprüft wird. Der Fokus liegt darauf, einen Cheftrainer zu finden, der nach einer turbulenten Zeit für Stabilität sorgen und langfristigen Fortschritt vorantreiben kann. Die sorgfältige Prüfung spiegelt den Wunsch wider, eine Wiederholung der jüngsten Instabilität zu vermeiden, wobei der neue Trainer die Aufgabe hat, das Potenzial eines teuer zusammengestellten, aber unterdurchschnittlichen Kaders zu nutzen. Der Prozess wird voraussichtlich in den kommenden Wochen fortgesetzt, ohne dass in absehbarer Zeit eine Entscheidung erwartet wird.


