Como hat seine Ambitionen auf die Champions League mit einem überzeugenden 2:0-Auswärtssieg gegen Genoa im Stadio Luigi Ferraris am Samstag neu entfacht. Die Tore von Anastasios Douvikas und Ibrahima Diao sicherten Cesc Fàbregas' Team drei wichtige Punkte und brachten sie auf 61 Punkte, nur zwei Punkte hinter dem Tabellenviernten Juventus, abhängig vom Ergebnis des Letzteren.
Douvikas eröffnete den Spielstand bereits in der 10. Minute, als er eine perfekte Flanke von Matheus Da Cunha per Kopf verwandelte und Genoa-Torwart Justin Bijlow überwand. Damit erzielte er sein zwölftes Saisontor. Die Gäste kontrollierten anschließend das Tempo und bauten ihre Führung in der 68. Minute aus, als Diao nach einer starken Vorarbeit von Brahim Baturina einen Kopfball nach einer Ablage von Maxence Caqueret versenkte. Das Ergebnis beendet eine Serie von drei aufeinanderfolgenden Niederlagen für Como und bringt sie auf die gleiche Punktzahl wie der fünftplatzierte AS Rom.
Laut Spielberichten war die Überlegenheit von Como über das gesamte Spiel hinweg deutlich. Genoas experimentelle Aufstellung, zu der die Mittelfeldspieler Amorim und der Verteidiger Otoa von Beginn an gehörten, hatte Mühe, mit der Intensität des Gegners mitzuhalten. Genoa-Trainer Daniele De Rossi stellte auf eine Viererkette um, aber sein Team kreierte nur wenige klare Torchancen, wobei Vitinha in der ersten Halbzeit nach einem Fehler von Como-Torwart Butez die beste Gelegenheit vergab.
Der Sieg ist Comos achter Auswärtssieg in dieser Saison und hält ihre unerwartete Jagd nach einem Platz in der UEFA Champions League mit nur noch vier verbleibenden Spielen am Leben. Für einen erst kürzlich aufgestiegenen Verein stellt diese anhaltende Herausforderung eine bemerkenswerte Leistung unter der Führung von Fàbregas dar. Die Niederlage ist ein kleiner Rückschlag für ein Genoa, das sich weiterhin komfortabel aus der Abstiegszone hält und sein Hauptziel für die Saison bereits erreicht hat.
Der Kontext von Comos Saison verleiht diesem Ergebnis zusätzliches Gewicht. Nachdem der Verein nach dem Aufstieg ehrgeizig investiert hatte, steht das Projekt, das von Fàbregas in seiner ersten vollständigen Trainerrolle geleitet wird, nun in seiner kritischsten Phase. Wichtige Beiträge von Leihspielern wie Nico Paz, der zwar in der Startelf stand, aber aufgrund einer Augenverletzung ausgetauscht wurde, und der konstante Da Cunha waren entscheidend. Die Fähigkeit des Teams, sich unmittelbar nach einer schlechten Serie wieder aufzurappeln, demonstriert eine Widerstandsfähigkeit, die in den letzten Wochen unerlässlich sein wird.
Für Genoa diente das Spiel als Gelegenheit, mit Blick auf die nächste Saison zu experimentieren, aber die Qualitätslücke war deutlich erkennbar. De Rossis Fokus wird sich nun auf die Planung für das Sommer-Transferfenster verlagern, um eine Mannschaft aufzubauen, die einen komfortableren Mittelfeldplatz erreichen kann. Como hingegen steht eine spannende Schlussphase bevor, mit dem Schicksal in den eigenen Händen, um eine Märchen-Saison mit einem Platz in der europäischen Elite zu krönen.




