
Conceicaos Al-Ittihad Trotzt in Asien Trotz Hochkarätiger Abgänge
Sergio Conceicao hat Al-Ittihad aus der Saudi Pro League ins Viertelfinale der AFC Champions League geführt, eine Leistung, die der Verein in den letzten zwölf Jahren nur zweimal erreicht hat. Der portugiesische Trainer hat eine dramatische Wende vollzogen, mit sechs Siegen und vier Spielen ohne Gegentor in seinen ersten sieben Spielen als Trainer, wodurch das Team zum besten Torschützen des Wettbewerbs mit 23 Toren wurde. Dieser Erfolg kommt trotz erheblicher Umwälzungen, nach den hochkarätigen Winterabgängen von Ex-Kapitän Karim Benzema und Mittelfeldspieler N'Golo Kanté.
Berichten aus Italien zufolge wurde der Fortschritt des Teams unter alles andere als idealen Bedingungen erzielt, mit reduzierten Investitionen und dem Verlust wichtiger Führungspersönlichkeiten. Conceicaos Einfluss war jedoch unmittelbar, er stellte die Kompaktheit und das Selbstvertrauen einer Mannschaft wieder her, die nun mit 34 Chancen die zweithöchste Anzahl an kreierten Chancen im Turnier aufweist. Nach dem Erreichen des Viertelfinales schrieb Conceicao den Erfolg der Mentalität seiner Spieler zu und erklärte, er habe sie aufgefordert, "die Leidenschaft und den Ehrgeiz der Fans zu zeigen" und lobte die defensive Stabilität des Teams.
Der Kontext dieses kontinentalen Laufs ist besonders bemerkenswert angesichts des jüngsten Abgangs von Karim Benzema. Der ehemalige Ballon d'Or-Gewinner verließ Al-Ittihad Anfang dieses Jahres nach einem kurzen und Berichten zufolge turbulenten 18-monatigen Aufenthalt, nachdem er im Sommer 2023 von Real Madrid gekommen war. Sein Abgang, zusammen mit dem von Kanté, der zu Chelsea nach Europa zurückkehrte, beraubte den Verein aus Dschidda seiner beiden bekanntesten Stars und warf Fragen nach seiner Ausrichtung auf.
Anstatt einzubrechen, hat Conceicao eine intensivere und pragmatischere Identität eingeimpft, wobei das Team nach Angaben des Trainers keine Nervosität zeigt. Das Erreichen des Viertelfinales bestätigt Al-Ittihads Ambitionen auf der asiatischen Bühne und bestätigt die Entscheidung des Vereins, den ehemaligen Porto-Trainer zu ernennen. Im Laufe des Turniers steht Conceicao ein potenzielles Wiedersehen bevor, er könnte in den späteren Phasen auf seinen ehemaligen Lazio-Teamkollegen Roberto Mancini treffen, der nun Trainer der katarischen Meister Al-Sadd ist.
Die Widerstandsfähigkeit des Teams deutet auf eine Verlagerung des Schwerpunkts von individueller Star-Power hin zu kollektiver Stärke unter Conceicao hin. Dieser Fortschritt in Asien bietet eine positive Erzählung für den Verein inmitten einer Übergangsphase und zeigt, dass seine Ambitionen auch nach erheblichen Kaderveränderungen intakt bleiben. Die kommenden Runden werden zeigen, ob diese neu gefundene Identität sie noch tiefer in den Wettbewerb tragen kann.


