Der Italienische Fußballverband (FIGC) steht kurz vor der Ernennung eines neuen Nationaltrainers, wobei Roberto Mancini und Antonio Conte laut Berichten von Gazzetta.it als führende Kandidaten gelten. Die Entscheidung wird nach einer Sitzung des Bundesrates erwartet, wobei die Ernennung möglicherweise noch heute erfolgt.
Die Suche nach einem neuen Trainer begann nach einer Phase der Turbulenzen innerhalb des Verbandes, die sich zunächst auf Paolo Maldinis vorgeschlagenes langfristiges Projekt zur Förderung des Nachwuchses konzentrierte, das letztendlich durch die Ernennung und anschließende Rücknahme von Andrea Pirlo vereitelt wurde. Nun liegt der Fokus auf erfahrenen Persönlichkeiten, die in der Lage sind, das Scheitern Italiens, sich für die letzten großen Turniere zu qualifizieren, insbesondere das Fehlen bei den letzten beiden Weltmeisterschaften, umgehend anzugehen.
Verbandspräsident Gabriele Malagò soll Roberto Mancini nahestehen und außerhalb des Fußballs eine freundschaftliche Beziehung pflegen, hat aber während des gesamten Auswahlprozesses auf Unparteilichkeit geachtet. Während Mancini’s vorherige Amtszeit als italienischer Nationaltrainer, die mit dem Sieg bei der Euro 2021 gipfelte, positiv bewertet wird, ist sein unerwarteter Rücktritt im Jahr 2023 von einigen nicht vergessen worden. Seine Erfahrung und seine wahrgenommene Fähigkeit, die Mannschaft zu stabilisieren, werden jedoch als bedeutende Vorteile angesehen. Kapitän Gianluigi Donnarumma lud Mancini kürzlich zu seiner Hochzeit ein, was die anhaltende Unterstützung innerhalb des Teams signalisiert.
Antonio Conte, der ehemalige Trainer von Chelsea und Inter Mailand, stellt die alternative Option dar. Obwohl er Interesse an der Position bekundet hat, wird angenommen, dass er angesichts der Umstände des vorherigen Auswahlprozesses vorsichtiger bei der Übernahme der Herausforderung ist. Conte deutete an, dass er für eine Berücksichtigung offen wäre, wenn er vom Verband angesprochen würde, und wird von vielen Vereinen der Serie A unterstützt. Sein taktischer Ansatz, der eine 3-5-2-Formation bevorzugt, steht im Gegensatz zu Mancinis Vorliebe für eine Viererkette und würde wahrscheinlich eine Veränderung des Spielstils der Mannschaft bedeuten.
Die Ernennung wird voraussichtlich ein zentraler Diskussionspunkt bei der heutigen Sitzung des Bundesrates sein, wobei Malagò möglicherweise Mancini aufgrund seiner nachgewiesenen Erfolge und seiner Beliebtheit bei den Spielern bevorzugt. Die starke Unterstützung von Conte innerhalb der Serie A könnte sich jedoch als entscheidend erweisen. Die Situation ist weiterhin fließend, und die Möglichkeit eines Überraschungskandidaten wurde nicht vollständig ausgeschlossen.



