
Conte und Allegri als Favoriten für das Amt des italienischen Nationaltrainers trotz Vereinsverpflichtungen
Laut Berichten aus Italien haben sich Massimiliano Allegri und Antonio Conte als zwei der beliebtesten Kandidaten für das Amt des nächsten italienischen Nationaltrainers herauskristallisiert. Beide Trainer stehen derzeit bis 2027 unter Vertrag bei AC Mailand bzw. Napoli, was eine mögliche Anfrage des Italienischen Fußballverbands (FIGC) erschwert. Das Duo, das zusammen 11 der letzten 15 Serie A-Titel gewonnen hat, wird sich am Montag gegenüberstehen, wenn Allegri’s Mailand Conte’s Napoli in einem entscheidenden Spiel um den zweiten Platz besucht.
Der bevorstehende Zusammenstoß im Stadio Diego Armando Maradona wird als direkter Wettbewerb zwischen zwei unterschiedlichen Fußballphilosophien gesehen, wobei Conte’s strukturierter, auf Ballbesitz basierender Ansatz im Gegensatz zu Allegri’s pragmatischem und vertikalem Stil steht. Trotz ihrer Unterschiede waren beide Trainer äußerst erfolgreich, Conte gewann fünf Meistertitel mit Juventus, Inter und Napoli, und Allegri sicherte sich sechs, darunter einen mit Mailand und fünf in Folge mit Juventus. Ihre nachgewiesene Erfolgsbilanz im italienischen Fußball macht sie zu attraktiven Kandidaten, um die Azzurri in eine neue Ära zu führen.
Die Verpflichtung eines der beiden Trainer würde jedoch komplexe Verhandlungen mit ihren aktuellen Vereinen erfordern. Der Präsident von Napoli, Aurelio De Laurentiis, soll darauf bedacht sein, dass Conte das dreijährige Projekt, das er in der letzten Saison begonnen hat und mit einem Scudetto gekrönt wurde, zu Ende führt. Ebenso hat sich Allegri erfolgreich bei Mailand wiederintegriert, die Mannschaft in dieser Saison über die Erwartungen hinausgeführt und in den Titelkampf mit Inter gebracht. Laut Quellen ist Allegri im Verein gut etabliert und konzentriert sich darauf, eine Mannschaft aufzubauen, die sofort erfolgreich sein kann, obwohl er auch mit anderen Spitzenvereinen wie Real Madrid in Verbindung gebracht wurde.
Der Reiz, die Nationalmannschaft zu trainieren, ist für beide Trainer nach wie vor groß, aber ihre bestehenden Verträge stellen sie in Bezug auf die logistische Einfachheit hinter anderen Kandidaten zurück. Der ehemalige italienische Nationaltrainer Roberto Mancini, der jetzt bei Al-Sadd in Katar tätig ist, gilt als einfachere Lösung und wird von einigen Verbandsfunktionären unterstützt. Weitere in Frage kommende Namen sind Vincenzo Montella, Simone Inzaghi, Stefano Pioli und Gian Piero Gasperini, während hochkarätige Vorschläge wie Carlo Ancelotti und Pep Guardiola ehrgeizigere, wenn auch unwahrscheinliche Ziele darstellen.
Der unmittelbare Fokus für Conte und Allegri liegt weiterhin auf dem Erfolg ihrer Vereine. Das Spiel am Montag hat eine große Bedeutung für die Tabelle der Serie A, wobei der Gewinner bei einem Stolpern des Tabellenführers Inter noch geringe Titelhoffnungen aufrechterhalten kann. Sowohl Mailand als auch Napoli sind gut positioniert, um sich für die Champions League in der nächsten Saison zu qualifizieren, was ihre Vereine zusätzlich dazu anspornt, ihre Dienste zu behalten. Die Suche der FIGC nach einem neuen technischen Direktor ist noch im Gange, aber eine Verpflichtung von Allegri oder Conte würde ein großes Engagement signalisieren und wahrscheinlich ein erhebliches Entschädigungspaket beinhalten.



