Der ehemalige Inter-Verteidiger Ivan Ramiro Cordoba hat seine Unterstützung für den potenziellen Wechsel von Cristian Romero zum Verein zum Ausdruck gebracht und gleichzeitig eine Kritik am Zustand des italienischen Fußballs geübt. Cordoba sprach mit einem Journalisten nach seinem Besuch beim Finale der Frauen-Weltmeisterschaft und vor einem Familienurlaub vor Beginn der neuen Saison.
Cordoba, der trotz seines Rücktritts eng mit Inter verbunden bleibt, glaubt, dass Romero eine wertvolle Ergänzung für das Team wäre. „Er ist der richtige Spieler, um die Abwehr zu verstärken“, sagte Cordoba und fügte hinzu, dass er Ähnlichkeiten zwischen Romeros Entschlossenheit und seinem eigenen Spielstil sehe, obwohl er anerkennt, dass Romero über eine größere Physis verfügt. Er hob auch John Stones hervor, der dem Verein ablösefrei beitreten wird, als einen „großartigen Coup“ für den Verein, der seine Qualitäten und die vorteilhaften Bedingungen des Deals lobte.
Der kolumbianische Verteidiger reflektierte über den jüngsten Erfolg von Inter unter Simone Inzaghi, der sowohl die Serie A als auch die Coppa Italia gewann, und äußerte sein Vertrauen in ihre Fähigkeit, auf mehreren Ebenen zu konkurrieren. Er wies die Vorstellung zurück, dass Champions-League-Ambitionen zu einer Vernachlässigung der nationalen Ziele führen würden, und betonte die Siegermentalität, die durch das Spielen für einen Verein wie Inter vermittelt wird.
Cordoba äußerte jedoch auch Bedenken hinsichtlich der breiteren Probleme, mit denen der italienische Fußball konfrontiert ist, insbesondere in Bezug auf die Infrastruktur und die Entwicklung junger italienischer Spieler. Er beklagte die Schwierigkeiten beim Bau moderner Stadien und nannte den Mangel an einnahmenbringenden Einrichtungen als einen erheblichen Nachteil im Vergleich zu anderen europäischen Ligen. Er nannte Atalanta als Beispiel für einen Verein, der erfolgreich in seine Infrastruktur und sein Jugendförderungssystem investiert hat. Cordoba kritisierte auch die Tendenz, Spieler wie Pio Esposito, 21 Jahre alt, als „jung“ zu bezeichnen, obwohl sie bereits bedeutende Erfahrung in der ersten Mannschaft sammeln sollten.
Er ging auch auf die Ernennung von Roberto Mancini zum neuen Nationaltrainer ein, würdigte seinen bisherigen Erfolg mit Italien, warnte aber davor, von einer einzelnen Person die Lösung aller Fußballprobleme der Nation zu erwarten. Cordoba glaubt, dass ein Mentalitätswechsel, insbesondere in der Jugendarbeit, entscheidend ist und sich für ein entspannteres und angenehmeres Umfeld für junge Spieler einsetzt, um aufzublühen. Er erwähnte auch das Potenzial des kolumbianischen Mittelfeldspielers Jhon Lucumi und Puerta und deutete an, dass letzterer bereit sei, den Schritt in die Serie A zu machen.




