Tony D’Amico wurde offiziell zum Sportdirektor von Roma ernannt, nachdem er die vorzeitige Freigabe der Serie A erhalten hatte. Zu seinen unmittelbaren Prioritäten gehören der Verkauf von Spielern, um die Finanzen des Vereins zu verbessern, die Verpflichtung von Mason Greenwood von Marseille und die Vertragsverlängerung mit Schlüsselspielern wie Dybala und Pellegrini. Roma strebt an, 40 Millionen Euro durch den Verkauf von Matias Soulé zu generieren.
Roma bestätigte am Mittwoch die Ernennung von Tony D’Amico zum operativen Sportdirektor. Der ehemalige Atalanta-Funktionär erhielt die vorzeitige Freigabe der Serie A, elf Tage früher als geplant, was ihm ermöglicht, seine Aufgaben sofort ohne die vorherigen bürokratischen Einschränkungen zu erfüllen. Diese Entwicklung wurde von Gian Piero Gasperini begrüßt, der maßgeblich daran beteiligt war, D’Amico nach vier gemeinsamen Saisons in Bergamo in die Hauptstadt zu holen.
Vor dieser Freigabe war D’Amicos Rolle auf Telefonkommunikation beschränkt, was ihn daran hinderte, Roma offiziell in Verhandlungen zu vertreten oder vollständig im Trainingsgelände des Vereins zu arbeiten. Mit der Zustimmung der Lega Serie A kann er nun die Prioritäten des Vereins bis zum 30. Juni vollumfänglich angehen, eine Zeit, die von Quellen als ein „Kraftakt“ beschrieben wird. Dazu gehören Spielerverkäufe, Vertragsverlängerungen und die Verfolgung wichtiger Transferziele, insbesondere Mason Greenwood, mit Unterstützung von Ryan Friedkin.
Der unmittelbare Fokus für D’Amico liegt auf Spielerverkäufen, um die finanzielle Situation des Vereins zu verbessern und die Fristen der UEFA-Finanzvereinbarung einzuhalten. Roma hat bereits die Transfers von Baldanzi zu Genoa sowie Saud und Sangaré unter Dach und Fach gebracht, aber weitere Verkäufe sind erforderlich. Der Verein strebt an, 40 Millionen Euro durch den Verkauf von Matias Soulé zu generieren, wobei Borussia Dortmund derzeit der konkreteste Interessent ist. Allerdings sondiert Soulés Agent auch das Interesse von Premier League-Vereinen wie Aston Villa und West Ham. Roma hofft auch, Ziolkowski loszuwerden, wobei Nottingham Forest Interesse zeigt, was möglicherweise den Verkauf von Koné oder Ndicka in naher Zukunft verhindern würde.
Neben Spielerverkäufen wird D’Amico die Verhandlungen mit Marseille um Greenwood intensivieren. Der Spieler soll einem Vierjahresvertrag über 4,5 Millionen Euro pro Jahr zuzüglich Boni zugestimmt haben, der von Gasperini vermittelt wurde. Roma ist bereit, 45 Millionen Euro für Greenwood zu bieten, zahlbar in Raten, um Marseille bei der Bewältigung seiner eigenen finanziellen Probleme zu helfen und eine mögliche Ausschluss von europäischen Wettbewerben zu vermeiden. Diese Struktur würde es Roma ermöglichen, zunächst nur die erste Rate und Greenwoods Gehalt (18 Millionen Euro brutto) in seiner Bilanz auszuweisen, während Marseille die gesamte Ablösesumme sofort verbuchen könnte. Der Verein wird auch Optionen zur Verstärkung der linken Seite prüfen, darunter Garnacho von Manchester United, und potenzielle Kandidaten für die Position des Rechtsverteidigers wie Dodò, Molina und Moreira.
Roma arbeitet auch an der Sicherung von Vertragsverlängerungen mit Schlüsselspielern. Vereinbarungen mit Mancini und Cristante, deren Verträge 2027 auslaufen, stehen kurz vor dem Abschluss. Die Verhandlungen mit Dybala, Pellegrini und Celik sind komplexer. Dybala hat zwei Gegenangebote vorgelegt und strebt ein höheres Grundgehalt oder substanzielle, erreichbare Boni an. Es besteht Optimismus, dass nächste Woche eine Einigung erzielt wird, ebenso wie im Fall von Celik, der vom italienischen Wachstumsdekret profitieren könnte. Pellegrini möchte vor einer Vertragsverlängerung Klarheit über seine Rolle und sein Gehalt unter Gasperini erhalten.




