Roberto De Zerbis Zeit beim Olympique Marseille war von Reibungen mit Spielern geprägt, die in einer einvernehmlichen Vertragsauflösung gipfelten, wie italienische Medien berichten. Die Probleme gingen über die Leistung auf dem Platz hinaus, wobei mehrere Vorfälle Bedenken hinsichtlich De Zerbis Führungsstil während seiner Zeit beim französischen Verein aufwarfen.
Ein bemerkenswerter Vorfall betraf einen hitzigen Austausch mit Ismael Koné, der jetzt für Sassuolo in der Serie A spielt. Während einer Trainingseinheit soll De Zerbi frustriert über Konés Einhaltung der taktischen Anweisungen gewesen sein und ihn öffentlich gerügt haben, ihm angeblich gesagt: „Geh duschen und belästige mich nicht! Wir sind OM!“ und er solle über seinen Agenten einen neuen Verein suchen, da ihm keine Spielzeit gewährt würde. Diese Details kamen in einem Interview mit CBS ans Licht, wo der kanadische Nationaltrainer Jesse Marsch De Zerbis Verhalten scharf kritisierte.
Marsch beschrieb De Zerbis Handlungen als „wirklich gemein“, lobte aber Konés Widerstandsfähigkeit, die Situation zu überwinden. Er erklärte, dass Koné „nie an sich selbst gezweifelt“ habe und seit seinem Abgang von Marseille unter Fabio Grosso eine Schlüsselrolle bei Sassuolo spielt, wobei er in 32 Spielen sechs Tore erzielt hat. Marsch hob die positiven Auswirkungen von Konés Wechsel nach Italien und das strukturierte Umfeld der Serie A hervor, wobei er deren Rolle in seiner Entwicklung betonte.
Vor dem Vorfall mit Koné war De Zerbi auch in eine angebliche Auseinandersetzung mit Adrien Rabiot und Samuel Rowe verwickelt, die beide jetzt in der Serie A für Milan bzw. Bologna spielen. De Zerbis Verpflichtung bei Tottenham Hotspur erfolgte nach einem kurzen und erfolglosen Intermezzo mit Igor Tudor, und er steht derzeit vor der Herausforderung, den Verein in der Premier League vor dem Abstieg zu bewahren. Die Berichte aus seiner Zeit in Marseille deuten auf potenzielle Herausforderungen bei der Spielerführung hin, während er versucht, die Lage bei Tottenham zu wenden.



