Der Italienische Fußballverband (FIGC) wartet weiterhin auf eine Entscheidung von Paolo Maldini bezüglich der Position des Technischen Direktors, obwohl Präsident Giovanni Malagò das Ziel verfolgte, die Ernennung bis zum Wochenende abzuschließen, wie aus Berichten in Italien hervorgeht. Während Malagò die Berücksichtigung von Optionen „Plan B“ und „Plan C“ angedeutet hat, bleibt Maldini das Hauptziel.
Die Situation entwickelt sich weniger als drei Wochen vor einer erwarteten Wahl innerhalb der FIGC, und Maldini hat die Rolle noch nicht formell angenommen. Andere Nationalverbände, die mit ähnlichen Führungsvakaturen konfrontiert sind, haben angeblich schneller Entscheidungen getroffen, wie Portugals Ernennung von Jorge Jesus und Deutschlands Bemühungen um Jurgen Klopp nach der Entlassung von Julian Nagelsmann. Vergleiche wurden mit Carlo Ancelotti gezogen, der als das italienische Äquivalent von Klopp angesehen wird, obwohl seine aktuellen Verpflichtungen einen möglichen Wechsel erschweren.
Maldini wird eine Doppelrolle angeboten, die den Technischen Direktor und den Präsidenten von Club Italia umfasst, was ihm eine erhebliche Autonomie und die Flexibilität zur Vereinbarkeit seiner Verpflichtungen bietet. Malagò soll letzte Woche eine Art Ultimatum gestellt haben und vorgeschlagen haben, dass Sonntag ein entscheidender Tag sein könnte. Über den unmittelbaren Bedarf hinaus konzentriert sich die FIGC auch auf die Vorbereitungen für die Euro 2032, ein Projekt, das als ebenso, wenn nicht sogar schwieriger als die Qualifikation für zukünftige Weltmeisterschaften angesehen wird.
Sollte Maldini ablehnen, wird Claudio Ranieri als potenzielle Alternative in Betracht gezogen, ebenfalls für eine Doppelrolle. Weitere Namen, die im Umlauf sind, sind Beppe Bergomi, Demetrio Albertini und Alessandro Costacurta, obwohl diese Kandidaten wahrscheinlich mit einem engagierten Technischen Direktor gepaart würden, eine Position, für die Frederic Massara, jetzt bei Juventus, zuvor hoch angesehen war. Giorgio Chiellini und Gianfranco Zola werden ebenfalls in Betracht gezogen, sind aber derzeit mit ihren aktuellen Positionen bei Juventus bzw. Lega Pro zufrieden.
Die Ernennung des Technischen Direktors wird dann den Weg für die Auswahl eines neuen Nationaltrainers ebnen, wobei Antonio Conte und Roberto Mancini als Favoriten hervortreten. Malagò soll Mancini bevorzugen, aber Mancinis mögliche Ernennung stößt auf Widerstand von Serie-A-Vereinen, die am 23. Juli über finanzielle Beiträge und die Verfügbarkeit von Spielern für die neue Ausrichtung der Nationalmannschaft diskutieren sollen, ein Vorschlag unter der Leitung von Beppe Marotta. Diese Ablehnung der Vereine ist ein wesentlicher Faktor bei den laufenden Beratungen.



