
Die Gesamtgehälter von Tottenham Women sollen Berichten zufolge niedriger sein als das Gehalt von Daniel Levy
Die Gesamtgehaltsabrechnung für das Frauenteam von Tottenham Hotspur soll im Geschäftsjahr 2024-25 unter dem Gehalt des ehemaligen Vorstandsvorsitzenden des Vereins, Daniel Levy, gelegen haben. Laut den kürzlich veröffentlichten Jahresabschlüssen beliefen sich die kollektiven Löhne für Spielerinnen und Mitarbeiter des Frauenteams von Tottenham für diesen Zeitraum auf 3,73 Millionen Pfund. Diese Zahl wurde von den 5,76 Millionen Pfund an Gehalt und Boni übertroffen, die Levy Berichten zufolge vor seinem Ausscheiden im September erhielt, was ihn zum bestbezahlten Manager der Premier League zu dieser Zeit machte.
Die gemeldeten 3,73 Millionen Pfund für das Frauenteam stellen eine Steigerung von 23 Prozent gegenüber dem Vorjahr dar, ein Wachstum, das auf die Leitung von Cheftrainerin Martin Ho zurückzuführen ist. Trotz dieses Anstiegs liegt der Gesamtbetrag deutlich unter den Gehaltsabrechnungen mehrerer anderer Vereine der Women’s Super League. Zum Vergleich: Die Gehaltsabrechnung des Frauenteams von Brighton & Hove Albion wird mit 5 Millionen Pfund, die von Manchester United mit 5,88 Millionen Pfund und die von Arsenal mit 11,3 Millionen Pfund angegeben.
Tottenham Women belegt derzeit den fünften Platz in der WSL-Tabelle mit drei verbleibenden Spielen der Saison. Die finanzielle Offenlegung hat eine Diskussion über die Ressourcenallokation und die Investitionsprioritäten innerhalb des Vereins ausgelöst, insbesondere da das Männerteam nach Levys Ausscheiden einen Abstiegskampf in der Premier League führt. Die Zahlen verdeutlichen eine anhaltende finanzielle Diskrepanz zwischen den Männer- und Frauenbereichen in vielen Vereinen, selbst wenn das Frauenfußballspiel ein rasantes kommerzielles Wachstum erlebt.
Der Kontext von Levys Gehaltserhöhung um 54 Prozent im Vergleich zum Vorjahr unterstreicht den Kontrast zusätzlich. Seine fünfundzwanzigjährige Amtszeit im Verein war von kommerziellem Erfolg geprägt, obwohl Kritiker oft auf mangelnde entsprechende Erfolge auf dem Spielfeld für das Männerteam hinwiesen. Die Veröffentlichung dieser Jahresabschlüsse kommt zu einem heiklen Zeitpunkt für den Verein, da die strategische Ausrichtung unter neuer Fußballführung genau unter die Lupe genommen wird.
Für das Frauenteam ist der finanzielle Kontext ein Hintergrund für ihre laufende Wettbewerbsherausforderung. Das Verringern der Lücke zu den Top-Ausgebern der Liga gilt als entscheidend, um ihre Position in der WSL zu halten und zu verbessern. Die jährliche Investitionssteigerung deutet auf eine positive Entwicklung hin, aber der Vergleich mit den Gehältern der Führungskräfte veranschaulicht das Ausmaß des Weges, der vielen Frauenteams noch bevorsteht, um innerhalb ihrer eigenen Vereine finanzielle Gleichstellung zu erreichen.



