
DNCG-Bericht enthüllt enorme Verluste für Lyon und Marseille
Der Jahresbericht der DNCG zeigt, dass Olympique Lyon und Olympique Marseille in der Ligue 1 Saison 2024-25 die größten Verluste verzeichnet haben. Lyons Gesamtdefizit erreichte 208,57 Millionen Euro, während Marseille bei 104,79 Millionen Euro lag. Diese enormen Zahlen werden voraussichtlich zu einer strengen finanziellen Überwachung und möglichen Sanktionen durch die französische Fußball-Finanzbehörde führen.
Die französische Fußball-Finanzaufsichtsbehörde, die DNCG, hat ihren Bericht über die Konten der Vereine der Ligue 1 und Ligue 2 für die Saison 2024-25 veröffentlicht und dabei erschreckende Verluste für Olympique Lyon und Olympique Marseille aufgedeckt. Die beiden Traditionsvereine werden als die schlechtesten Performer in der höchsten Spielklasse beschrieben, deren Konten im vergangenen Geschäftsjahr tiefrot sind.
Für Lyon belief sich der operative Verlust vor Spielertransfers auf 205,68 Millionen Euro, während Marseille ein Defizit von 125,97 Millionen Euro verzeichnete. Diese Zahlen werden durch die Ergebnisse aus Spielertransfergeschäften noch verschärft, die Lyon weitere 82,2 Millionen Euro und Marseille 27,15 Millionen Euro an Verlusten bescheren. Dies führt zu einem Gesamtnegativbetrag von 208,57 Millionen Euro für Les Gones und 104,79 Millionen Euro für Les Phocéens.
Das Ausmaß dieser Defizite stellt beide Vereine unter die intensive Beobachtung der DNCG, die für die Überwachung und Durchsetzung der finanziellen Vorschriften im französischen Profifußball verantwortlich ist. Solche erheblichen Verluste werden voraussichtlich eine strenge Überwachung auslösen und könnten zu Sanktionen führen, einschließlich potenzieller Transferbeschränkungen oder Budgetkontrollen, da die Kommission die langfristige finanzielle Stabilität der Vereine gewährleisten will.
Die finanzielle Situation von Lyon kommt nach einer Phase hoher Investitionen infolge der Übernahme durch Eagle Football Holdings, das Unternehmen des amerikanischen Geschäftsmanns John Textor. Der Verein hat beträchtliche Summen für Transfers und Gehälter ausgegeben, um in die Champions League zurückzukehren, hatte aber Schwierigkeiten, einen konstanten sportlichen Erfolg zu erzielen, der den Ausgaben entspricht. Marseille, unter dem Eigentum von Frank McCourt, hat in den letzten Saisons ebenfalls eine ehrgeizige Einkaufsstrategie verfolgt, um die nationale Dominanz von Paris Saint-Germain herauszufordern.
Diese finanziellen Enthüllungen kommen zu einem heiklen Zeitpunkt für die wirtschaftliche Landschaft des französischen Fußballs. Die Veröffentlichung des Berichts folgt auf die jüngsten Forderungen von sieben Vereinen der Ligue 1 nach einer "notwendigen und dringenden" Reform der Strukturen des Profifußballs, was breitere Bedenken hinsichtlich der finanziellen Nachhaltigkeit innerhalb der Liga unterstreicht. Die massiven Verluste der beiden bekanntesten Vereine des Landes werden diese Debatte zweifellos befeuern.
Die unmittelbare Folge ist, dass Lyon und Marseille möglicherweise zu einer Sparphase gezwungen werden. Gemäß dem typischen DNCG-Protokoll werden die Vereine voraussichtlich einen glaubwürdigen Sanierungsplan vorlegen müssen. Dies könnte bedeuten, dass der Fokus verstärkt auf den Verkauf von Spielern gelegt wird, bevor neue Spieler verpflichtet werden, die Gehaltsausgaben reduziert werden und ein vorsichtigerer Ansatz auf dem Transfermarkt gewählt wird, um die Bücher unter der wachsamen Aufsicht der Aufsichtsbehörde auszugleichen.

