
Dominanter Sieg von RB Leipzig stärkt Champions-League-Position
RB Leipzig sicherte sich am Freitagabend einen deutlichen 3:1-Sieg gegen den 1. FC Union Berlin und feierte damit den fünften Bundesliga-Sieg in Folge, wodurch die Position auf dem dritten Tabellenplatz gefestigt wurde. Das Ergebnis lässt RB Leipzig, das nun auf 62 Punkten steht, fest auf Kurs für die Qualifikation zur Champions League mit nur noch wenigen Spielen der Saison sein. Für Union Berlin bedeutet die Niederlage die fünfte Partie in Folge ohne Sieg und lässt sie nervös auf die Abstiegszone blicken, wo sie mit 32 Punkten feststecken.
Tore von Max Finkgräfe in der 22. Minute und Romulo in der 25. Minute stellten eine komfortable Führung für die Gastgeber in der Red Bull Arena her. Ridle Baku erhöhte nach der Stunde auf 3:0, bevor Danilho Doekhi in der 78. Minute einen späten Ehrentreffer für Union erzielte. Das Spiel wurde von Leipzig von Beginn an effektiv kontrolliert, wobei die Gäste laut den Spieldaten von Sportschau eine erwartete Toranzahl von 0.0 bis zur Halbzeit erreichten.
Der Sieg setzt die bemerkenswerte Erfolgsserie von Trainer Ole Werner fort, die an eine ähnliche Serie von vor drei Jahren erinnert. Für Union war es die zweite Niederlage in Folge unter der neuen Cheftrainerin Marie-Louise Eta, die Anfang dieses Monats ihr Amt antrat. Auch die Vorbereitung auf das Spiel war von Kontroversen überschattet, da RB Leipzig wegen eines Social-Media-Posts, der sich auf die Trainerin von Union bezog, Sexismus-Vorwürfe ausgesetzt war – ein Thema, das von keinem der beiden Vereine in den Kommentaren nach dem Spiel angesprochen wurde.
Entscheidend für die Dominanz von Leipzig war die Leistung von Mittelfeldspieler Yan Diomande, der maßgeblich an der Entstehung der ersten beiden Tore beteiligt war. Sein energischer Lauf und seine Flanke führten zur Kopfballabwehr, die zu Finkgräfe zum Führungstreffer fiel, einem wichtigen ersten Bundesliga-Tor für den 22-Jährigen, der es seinem verstorbenen Großvater widmete. Diomande war auch am dritten Tor beteiligt, zog Verteidiger auf sich und spielte dann einen Pass zu Baku. Unions Abend wurde durch eine Verletzung des Starttorhüters Frederik Rönnow in der ersten Halbzeit zusätzlich erschwert, der durch den 32-jährigen Carl Klaus ersetzt wurde, der sein Bundesliga-Debüt gab.
Ole Werner lobte nach dem Spiel gegenüber Sportschau die offensive Leistung seines Teams. „Wir haben gegen eine erfahrene, kompakte Mannschaft eine riesige Anzahl von Chancen kreiert“, sagte Werner. „Wir wollten am Freitagabend ein Zeichen setzen, und das ist uns gelungen. Es war eine sehr gute Leistung, besonders offensiv.“ Er betonte die Notwendigkeit, dieses Niveau für die letzten Spiele der Saison zu halten. Eta von Union versuchte, Positives zu finden und erklärte, ihr Team habe „mit allem gekämpft, was es hatte“, räumte aber ein, dass „die Gegentore zu leicht gefallen sind“.
Das Ergebnis bereitet den 32. Spieltag für beide Vereine vor. RB Leipzig kann mit einer Reise zum direkten Rivalen Bayer Leverkusen am nächsten Samstag einen bedeutenden Schritt in Richtung der Sicherung eines Champions-League-Platzes machen. Union Berlin bestreitet unterdessen ein entscheidendes Spiel im Abstiegskampf, wenn sie den 1. FC Köln empfangen. Mit dem Höhepunkt der Bundesliga-Saison stehen die Konstanz von Leipzig für eine Rückkehr in Europas wichtigsten Vereinswettbewerb, während die unmittelbare Zukunft von Union ungewiss bleibt.



