
Eberl enthüllt: Kompany war stets Top-Kandidat beim FC Bayern, Jackson-Transfer ausgeschlossen
Der Sportdirektor des FC Bayern München, Max Eberl, hat enthüllt, dass Vincent Kompany stets ein führender Kandidat für das vakante Traineramt war und bestätigt, dass der Verein die Kaufoption für Nicolas Jackson von Chelsea nicht ziehen wird. In einem Interview mit ZDF erläuterte Eberl den Prozess, der zur überraschenden Ernennung des ehemaligen Trainers von Burnley führte, und gab gleichzeitig Updates zu mehreren Schlüsselspielern des Kaders.
Eberl erklärte, dass der FC Bayern Gespräche mit mehreren hochkarätigen Kandidaten führte, darunter Julian Nagelsmann, Ralf Rangnick und Oliver Glasner, wobei einige interne Stimmen für eine Rückkehr von Hansi Flick plädierten. Der Name Kompany blieb jedoch stets präsent. „Kompany stand immer auf der Liste. Ich habe mich nicht getraut, Vincent zuerst anzusprechen“, sagte Eberl. Der entscheidende Schritt erfolgte, nachdem Eberl Vereinsikone Karl-Heinz Rummenigge gebeten hatte, Pep Guardiola, Kompanys ehemaligen Trainer bei Manchester City, anzurufen. „Das war der Türöffner. Dann haben wir ihn verpflichtet“, bestätigte Eberl und fügte hinzu, dass sie von Guardiola „positive Rückmeldungen“ über Kompany erhalten hätten.
Die Verpflichtung von Kompany, der die Relegation von Burnley aus der Premier League in der vergangenen Saison nicht verhindern konnte, stellt eine bedeutende Wette für den deutschen Rekordmeister dar. Der FC Bayern griff nach dem 38-jährigen Belgier, nachdem mehrere andere Wunschkandidaten das Angebot abgelehnt hatten, auf der Suche nach einem frischen Projekt nach einer titellosen Saison. Kompanys Ruf für eine klare, auf Ballbesitz basierende Philosophie, die unter Guardiola geschmiedet und bei Anderlecht und Burnley umgesetzt wurde, überzeugte die Bayern-Führung letztendlich von der Verpflichtung.
Mit Blick auf den Kader gab Eberl Klarheit zu zwei weiteren Angelegenheiten. Er schloss definitiv aus, die Leihvereinbarung von Nicolas Jackson von Chelsea in einen festen Transfer umzuwandeln. „Wir werden die Option für Nicolas Jackson nicht ziehen“, erklärte er. Der senegalesische Stürmer war im Januar für eine kurze Zeit als Backup verpflichtet worden, kehrt nun aber zu seinem Stammverein zurück. Eberl bekundete auch seine volle Unterstützung für Michael Olise, den französischen Flügelspieler, der im vergangenen Sommer von Crystal Palace verpflichtet wurde. „Für uns gibt es nicht den geringsten Gedanken daran [Olise diesen Sommer zu verkaufen]. Er entwickelt sich hervorragend“, sagte Eberl.
Bezüglich des erfahrenen Torhüters Manuel Neuer, dessen Vertrag im Sommer ausläuft, schlug Eberl einen respektvollen Ton an und überließ die Entscheidung dem Spieler selbst. „Er ist eine Legende. Wir werden uns hinsetzen und ruhig miteinander sprechen. Wenn Manuel sich dazu bereit fühlt, würde ich nicht wissen, was gegen ein weiteres Jahr sprechen würde“, sagte der Sportdirektor. Abschließend reflektierte Eberl über seinen eigenen schwierigen Start in der Rolle und räumte ein, dass der intensive Druck überwältigend gewesen sei. „Ich stand unter der Lupe. Irgendwann hätte ich mir etwas mehr Schutz gewünscht. Aber ich weiß, wie groß der FC Bayern ist. Man kann sich nicht auf den FC Bayern vorbereiten. Man muss direkt eintauchen“, schloss er.



