Galatasaray hat mit einem überzeugenden 3:0-Sieg gegen Erzrivale Fenerbahçe im Rams Park am Sonntag einen großen Schritt in Richtung des türkischen Süper Lig-Titels gemacht. Der Sieg, beflügelt durch Tore von Victor Osimhen, Baris Alper Yilmaz und Lucas Torreira, bedeutet eine komfortable Sieben-Punkte-Führung mit noch drei verbleibenden Spielen. Das Spiel wurde überschattet von einer dramatischen Roten Karte für Fenerbahçes Star-Torhüter Ederson.
Der ehemalige Manchester City-Spieler wurde in der zweiten Halbzeit nach Erhalt zweiter Gelber Karten vom Platz gestellt, wobei die zweite Karte auf einen hitzigen Wortwechsel mit dem Schiedsrichter zurückzuführen war. Berichten zufolge kochte Edersons Frustration über, als er den Platz verließ und in einem Moment der Wut, der von den Sendern aufgezeichnet wurde, auf den VAR-Monitor schlug. Sein Ausschluss verschärfte einen ohnehin schon schwierigen Nachmittag für die Gäste, die in der ersten Halbzeit bereits einen Elfmeter durch Anderson Talisca vergaben.
Galatasaray nutzte seine numerische Überlegenheit und die Verwirrung der Gegner aus. Victor Osimhen brach fünf Minuten vor der Halbzeit die Pattstellung, indem er eiskalt zum 20. Saisontor in allen Wettbewerben vollendete. Nach Edersons Platzverweis verwandelte Baris Alper Yilmaz in der 67. Minute einen Elfmeter zum 2:0. Ersatztorhüter Mert Gunok, der den ausgeschlossenen Ederson ersetzte, war dann für das dritte Tor verantwortlich, indem er einen Schuss abprallen ließ, den Lucas Torreira zum entscheidenden 3:0-Derbysieg in der 87. Minute verwandelte.
Das Ergebnis zerschlägt Fenerbahçes Titelträume und bringt Galatasaray, unter der Leitung von Okan Buruk, an den Rand einer erfolgreichen Titelverteidigung. Sie können sich bereits am nächsten Wochenende mit einem Sieg gegen Samsunspor die Meisterschaft sichern. Für Fenerbahçe markieren die Niederlage und die Art und Weise von Edersons Ausschluss einen Tiefpunkt in dieser Saison und werfen Fragen nach der Disziplin zu einem entscheidenden Zeitpunkt auf. Der erfahrene Torhüter wird voraussichtlich mit weiteren disziplinarischen Maßnahmen des türkischen Fußballverbands und internen Vereinsstrafen rechnen müssen.




