Laut Aussagen des La Liga-CEO Javier Gómez am Dienstag könnte Barcelona zum ersten Mal seit drei Jahren wieder unter der '1:1-Regel' der La Liga operieren. Diese Regel besagt, dass Vereine innerhalb ihrer Gehaltsgrenze den gesamten Wert von Spielerverkäufen und Gehaltseinsparungen in neue Verpflichtungen reinvestieren können, ein Privileg, das Barcelona seit 2023 nicht mehr hat.
Der Blaugrana hat kürzlich angedeutet, dass er nur noch 11-12 Millionen Euro von einer Erhöhung seiner Gehaltsgrenze entfernt ist, was ihm mehr Flexibilität beim kommenden Transferfenster geben würde. Barcelona hat jedoch seit Beginn der Pandemie nur einmal innerhalb seiner Gehaltsgrenze operiert und von erhöhten Grenzen profitiert, die durch die Nutzung wirtschaftlicher Hebel – den Verkauf von Vermögenswerten – zur Finanzierung von Investitionen in den Kader entstanden sind.
Gómez ging während einer Medienveranstaltung auf die Situation ein und erklärte, dass derzeit kein Verein seine genaue finanzielle Situation kenne, aber etwa 95 % einen klaren Überblick über ihre Position hätten. Er hob die potenziellen Gewinne Barcelonas aus VIP-Box-Einnahmen, dem Abgang von Robert Lewandowski und der Eröffnung einer neuen Tribüne im Camp Nou als Faktoren hervor, die seine Gehaltsgrenze beeinflussen.
Er sagte gegenüber Sport: „Wir können keine Bewertungen vornehmen; das könnt ihr. Aber es gibt öffentliche Daten. Der Wirtschaftsprüfer hat beispielsweise rund 70 Millionen Euro aus den VIP-Boxen akzeptiert. Dann ist da noch Lewandowskis Abgang, er verursacht hohe Gehaltskosten. Sie werden eine neue Tribüne im Camp Nou eröffnen. Das reicht, um sich eine Meinung zu bilden.“ Gómez betonte auch die Auswirkungen von Lewandowskis Abgang und stellte fest, dass Barcelona seine Abwesenheit bereits in seine Berechnungen für die Saison 2026/27 einbezogen hatte.
Die '1:1-Regel' ist für Barcelona entscheidend, da sie es dem Verein ermöglichen würde, sein Transferbudget zu maximieren. Derzeit können Vereine, die ihre Gehaltsgrenze überschreiten, nur 60 % der Einnahmen aus Verkäufen und Einsparungen reinvestieren, was ihre Fähigkeit zur Verstärkung des Kaders erheblich einschränkt. Es ist erwähnenswert, dass die La Liga bereits Optimismus hinsichtlich der Situation der Gehaltsgrenze Barcelonas geäußert hat, ohne dass die 1:1-Regel wiederhergestellt wird.
Unterdessen hat sich Ansu Fati noch nicht zu einem dauerhaften Wechsel zum AS Monaco verpflichtet, obwohl der Verein der Ligue 1 eine Kaufoption in Höhe von 11 Millionen Euro besitzt. Laut barcacentre sieht der Stürmer, dessen Vertrag bei Barcelona bis 2028 läuft, sich immer noch als potenzielle Option für die Position des linken Flügelspielers des Vereins in der nächsten Saison. Diese mögliche Rückkehr in den Kader erschwert die finanzielle Planung Barcelonas für das Sommer-Transferfenster zusätzlich.
Wenn Barcelona in der Lage ist, zur 1:1-Regel zurückzukehren, wird dies ein erheblicher Schub für seine Transferambitionen sein und es ihm ermöglichen, effektiver auf dem Markt zu konkurrieren. Die jüngste Geschichte des Vereins deutet jedoch auf Vorsicht hin, und die Situation kann sich noch ändern.



