
Barcelona plantet neue UEFA-Beschwerde nach Schiedsrichterentscheidungen beim Ausscheiden aus der Champions League
Der Präsident von Barcelona, Joan Laporta, hat bestätigt, dass der Verein eine formelle Beschwerde bei der UEFA wegen der Schiedsrichterleistung bei ihrem Viertelfinal-Ausscheiden aus der Champions League gegen Atlético Madrid einreichen wird. Die Ankündigung folgt auf eine 2:1-Niederlage im Rückspiel am Dienstag, die eine 4:3-Gesamtniederlage für die katalanische Mannschaft besiegelte.
Laporta bezeichnete die Schiedsrichterleistung von Clément Turpin im Rückspiel als "skandalös" und "unerträglich" in Kommentaren gegenüber spanischen Medien am Mittwoch. Seine Kritik erstreckt sich auch auf das Hinspiel, wo Barcelona der Ansicht ist, dass ihnen ein klarer Elfmeter verweigert wurde und der Verteidiger Pau Cubarsi nach einem VAR-Eingriff umstrittenweise die Rote Karte sah. "Der Schiedsrichter hatte die richtige Entscheidung getroffen, aber der VAR zwang ihn, diese mit einem Platzverweis zu überprüfen, der uns sehr geschadet hat", sagte Laporta.
Dies ist das zweite Mal in einer Woche, dass Barcelona sich an den europäischen Fußballverband wendet, um gegen Schiedsrichterentscheidungen zu protestieren. Der Verein hatte bereits eine Beschwerde bezüglich des Hinspiels eingereicht, aber Laporta enthüllte, dass diese als unzulässig abgewiesen wurde. Er erklärte, dass Vizepräsident Rafa Yuste ihn darüber informierte, dass eine neue, separate Beschwerde bezüglich des Gesamtverhaltens des Duells eingereicht werde.
Das Ausscheiden setzt eine schwierige europäische Saison für Barcelona fort, die es nun vier Spielzeiten in Folge nicht mehr in die Halbfinals der Champions League geschafft hat. Der Fokus auf Schiedsrichterentscheidungen unterstreicht die Frustration des Vereins über sein Ausscheiden, insbesondere nachdem er im Hinspiel in Führung gegangen war. Für Atlético Madrid bereitet der Sieg ein Halbfinal-Duell gegen Paris Saint-Germain vor.
Die UEFA hat sich noch nicht zu der potenziellen neuen Beschwerde geäußert. Historische Präzedenzfälle deuten darauf hin, dass solche Proteste selten zu Annullierungen von Ergebnissen oder Sanktionen führen, aber sie verdeutlichen die zunehmenden Spannungen zwischen Top-Clubs und Schiedsrichtern bei hochriskanten Spielen. Der Vorfall mit der Roten Karte für Cubarsi dürfte ein zentraler Streitpunkt in Barcelonas eingereichtem Dossier sein.
Laportas öffentliche Äußerungen und die geplante rechtliche Schritte stellen sicher, dass die Erzählung rund um Barcelonas Ausscheiden über den Platz hinausgehen wird. Die Vereinsführung scheint entschlossen, die Umstände ihrer Niederlage formell anzufechten, auch wenn der Aufstieg von Atlético Madrid bestätigt ist. Der Ausgang dieses Verfahrens wird genau beobachtet werden, obwohl es unwahrscheinlich ist, dass er das sportliche Ergebnis ändert, das Barcelonas Champions-League-Ambitionen für diese Saison beendet hat.



