
Barcelona wird Beschwerde bei der UEFA wegen Schiedsrichterleistung bei Atletico-Niederlage einreichen
Barcelona hat angekündigt, dass es eine Beschwerde bei der UEFA wegen der Schiedsrichterleistung bei der 2:0-Niederlage im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinals gegen Atletico Madrid einreichen wird. Der Verein hat auch eine Untersuchung der Leistung des Schiedsrichterteams beantragt.
Der Streitpunkt ist eine Szene in der ersten Halbzeit, in der Atletico mit 1:0 führte und Verteidiger Marc Pubill im eigenen Strafraum scheinbar mit der Hand den Ball berührte. Der Vorfall, der nach einem Pass von Atletico-Torwart Juan Musso geschah, wurde weder vom Schiedsrichter auf dem Platz noch vom Video-Assistenten (VAR) auf einen möglichen Elfmeter für Barcelona überprüft. Wiederholungen zeigten, dass Pubills Arm innerhalb des Strafraums Kontakt zum Ball hatte.
In einer scharf formulierten Erklärung drückte der katalanische Verein seine Unzufriedenheit aus. „Der Verein ist der Ansicht, dass die Schiedsrichterleistung im Widerspruch zu den geltenden Vorschriften stand und sich direkt auf den Spielverlauf und das Ergebnis auswirkte. Folglich hat der Verein eine Untersuchung, Zugang zu den Kommunikation des Schiedsrichters und gegebenenfalls die offizielle Anerkennung der begangenen Fehler und die Umsetzung geeigneter Maßnahmen beantragt.“ Der Verein bestätigte, dass er eine formelle Beschwerde bei der Europäischen Fußball-Regierungsbehörde UEFA einreichen wird.
Barcelona-Trainer Hansi Flick hatte seine Frustration bereits unmittelbar nach dem Schlusspfiff in der Pressekonferenz nach dem Spiel zum Ausdruck gebracht und die Nicht-Entscheidung als „klaren Elfmeter“ bezeichnet, der die Dynamik des Spiels hätte verändern können. Der Vorfall ereignete sich kurz vor der Halbzeitpause, als Barcelona bereits durch ein frühes Tor von Atletico in Rückstand geraten war. Die vermeintlich verpasste Entscheidung schien die Heimmannschaft beflügeln, die in der zweiten Halbzeit auf 2:0 erhöhte und einen Sieg im Hinspiel des Champions-League-Viertelfinals sicherstellte.
Diese Kontroverse kommt zu einem heiklen Zeitpunkt für Barcelona, das auch mit erheblichen finanziellen Einschränkungen zu kämpfen hat und unter Druck steht, im Champions League weit zu kommen. Das Ergebnis und die umstrittene Entscheidung lassen die Katalanen vor einer schwierigen Aufgabe im Rückspiel im Estadio Metropolitano zurück, wo sie einen Zwei-Tore-Rückstand aufholen müssen. Die Entscheidung des Vereins, eine offizielle Beschwerde einzureichen, wird als formelle Protestation angesehen, obwohl solche Aktionen selten zur Aufhebung von Entscheidungen auf dem Platz führen. Der Fokus von Barcelona liegt nun auf dem Rückspiel, in dem sie ein historisches Comeback benötigen, um ihre europäische Kampagne am Leben zu erhalten.

