Der FC Bayern München hat die Verpflichtung von Ismael Saibari vom PSV Eindhoven für eine gemeldete Ablösesumme von 55 Millionen Euro abgeschlossen. Der marokkanische Nationalspieler schließt sich den deutschen Meistern mit einem festen Vertrag an, nachdem er sechs Jahre beim niederländischen Verein verbracht und derzeit an der Weltmeisterschaft in Nordamerika teilnimmt.
Saibari, 25 Jahre alt, hat bei der laufenden Weltmeisterschaft beeindruckt und bereits drei Tore erzielt. Der Wechsel stellt einen bedeutenden Schritt nach vorne für den vielseitigen Angreifer dar, der seine fußballerische Laufbahn bei Terrassa, einem Vorort von Barcelona, begann, bevor er nach Belgien zu KVC Willebroek-Meerhof und später zur Jugendakademie des RSC Anderlecht wechselte. Er erlitt frühe Rückschläge, da er kurz vor Saisonbeginn von Anderlecht entlassen wurde, wobei Beamte ihn Berichten zufolge als „zu stämmig“ bezeichneten.
Der ehemalige PSV-Trainer Peter Bosz lobte Saibaris einzigartige Kombination aus Körperlichkeit und Technik. „Wenn man ihn nackt sieht, sieht man, welche Muskeln er hat“, scherzte Bosz bei Ziggo Sport und hob die beeindruckende körperliche Verfassung des Spielers hervor. Bosz betonte auch Saibaris taktische Intelligenz und Vielseitigkeit und glaubte zunächst, einen Rechtsaußen zu verpflichten, bevor er erkannte, dass seine Fähigkeiten sich auf eine offensive Mittelfeldrolle erstreckten.
In den letzten beiden Saisons mit dem PSV Eindhoven erzielte Saibari 34 Tore und lieferte 23 Vorlagen in 81 Spielen und spielte eine Schlüsselrolle bei den jüngsten Erfolgen des Vereins in der niederländischen Liga. Seine Fähigkeit, auf mehreren Positionen zu spielen – als Zehner, auf dem linken Flügel oder als Stürmer – bietet dem Bayern-Trainer Vincent Kompany eine größere taktische Flexibilität. Es wird erwartet, dass die Verpflichtung den Wettbewerb innerhalb des Bayern-Kaders verschärft, wobei Saibari bereit ist, um einen Stammplatz neben Spielern wie Harry Kane zu kämpfen.
Allerdings verpflichtet Bayern auch einen Spieler mit dem Ruf, disziplinarische Probleme zu haben. Bosz hatte Saibari zuvor aus einem Champions-League-Kader wegen wiederholter Verspätungen gestrichen und erklärt, dass „es irgendwann aufhören musste“. Saibari war auch in einen umstrittenen Vorfall bei der Afrikanischen Nationenmeisterschaft verwickelt, als er versuchte, einem senegalesischen Torwart das Handtuch zu verweigern, was zu einer Auseinandersetzung mit den Balljungen führte. Er entschuldigte sich später öffentlich für seine Handlungen. Saibari wird versuchen, auf dem Platz einen positiven Einfluss zu nehmen, nachdem er kürzlich einen entscheidenden Elfmeter im Achtelfinale der Weltmeisterschaft gegen die Niederlande verwandelt hatte. Seine Leistung bei dem Turnier soll Schwung für seine Zukunft beim Bayern aufbauen, wo er mit Spielern wie Michael Olise und Luis Díaz konkurriert.



