
Borussia Dortmund sichert sich mit Kantersieg gegen Freiburg die Champions-League-Qualifikation
Borussia Dortmund hat sich am Sonntagabend mit einem deutlichen 4:0-Sieg gegen ein geschwächtes SC Freiburg die Teilnahme an der Champions League der nächsten Saison gesichert. Der Sieg, der im 1000. Bundesliga-Heimspiel von Dortmund errungen wurde, garantiert rechnerisch einen Platz unter den ersten Vier mit noch drei verbleibenden Ligaspielen. Die Tore von Maximilian Beier, Serhou Guirassy, Ramy Bensebaini und Fabio Silva besiegelten das entscheidende Ergebnis.
Da Freiburg seinem bevorstehenden Europa-League-Halbfinale gegen Braga am Donnerstag Priorität einräumte, nahm Trainer Julian Schuster sieben Änderungen in seiner Startaufstellung vor. Das Fehlen von Schlüsselspielern wie Matthias Ginter, Yuito Suzuki und Yohan Manzambi war sofort spürbar, da Dortmund von Anfang an dominierte. Beier eröffnete in der achten Minute die Führung, indem er einen langen Ball von Bensebaini nutzte, um Torwart Noah Atubolu im Eins-gegen-Eins zu besiegen.
Der Druck blieb ungebrochen, und Guirassy erhöhte nur sechs Minuten später auf 2:0. Das Tor entstand aus einem starken Lauf des 18-jährigen Debütanten Samuele Inacio, der Julian Brandt auf der rechten Seite fand. Brandts Flanke wurde von einem freistehenden Guirassy für sein 15. Saisontor in der Liga verwertet. Die Form des guineischen Stürmers war ein konstanter positiver Faktor in Dortmunds Kampagne. Bensebaini erhöhte kurz nach der Halbzeit auf 3:0, indem er eine Ecke von Julian Ryerson kraftvoll einköpfte und damit den Wettbewerb vor der Pause effektiv beendete.
Dortmund-Trainer Niko Kovac lobte den Einsatz seiner Mannschaft in einem Interview nach dem Spiel mit Sportschau. „Die Mannschaft hat heute über 90 Minuten ein tolles Spiel gezeigt“, sagte Kovac. „Die Art und Weise, wie wir gespielt haben, hat mir gefallen.“ Das Ergebnis räumt alle verbleibenden Zweifel an Dortmunds Champions-League-Status aus, nachdem zwei aufeinanderfolgende Ligaderby-Niederlagen die Jagd nach den ersten vier Plätzen wieder aufleben lassen hatten.
Für Freiburg diente das Spiel als unzusammenhängende und erfolglose Generalprobe. Lukas Kübler hatte einen Treffer in der zweiten Halbzeit wegen Abseits aberkannt, aber die Gäste bedrohten Gregor Kobels Tor selten. Kapitän Christian Günter räumte die Leistung ein, betonte aber das Gesamtbild. „Wir lassen uns davon nicht unterkriegen“, sagte Günter. „Wir haben extrem wichtige Wochen vor uns, Spiele, in denen alles auf dem Spiel steht.“ Freiburg bleibt auf dem siebten Platz, einer Position, die derzeit für einen Platz in der Conference-League-Qualifikation ausreicht.
Der Sieg markiert auch Dortmunds 600. Bundesliga-Heimsieg. Mit der sicheren Teilnahme an der Champions League verlagert sich Kovacs unmittelbarer Fokus auf die Festigung des zweiten Platzes in der Tabelle. „Wir wollen diese Position verteidigen, dafür brauchen wir Punkte – und das werden wir schaffen“, erklärte der Trainer. Dortmund reist am nächsten Sonntag zum Auswärtsspiel gegen Borussia Mönchengladbach. Freiburg konzentriert sich inzwischen voll und ganz auf das europäische Halbfinale in Portugal, bevor es in der Liga Wolfsburg empfängt.



