
Heidenheim-Überraschung gegen Union Berlin führt zur Entlassung des Trainers
Der 1. FC Heidenheim sicherte sich am Samstag einen wichtigen 3:1-Sieg gegen den 1. FC Union Berlin, der zur sofortigen Entlassung des Trainers von Union Berlin, Steffen Baumgart, führte. Der Sieg, Heidenheims erster in 16 Bundesliga-Spielen, sorgte für eine dramatische Wendung im Abstiegskampf am Tabellenende.
Mathias Honsak war der Matchwinner für den Tabellenletzten und erzielte in der ersten Halbzeit zweimal, um Heidenheim auf den Weg zu wichtigen drei Punkten zu bringen. Der österreichische Stürmer, der in seinen bisherigen 23 Ligaspielen in dieser Saison nicht getroffen hatte, traf in der 9. und 36. Minute, um die Gäste im Voith-Arena zu schockieren. Budu Zivzivadze erhöhte in der 79. Minute auf 3:0 für die Gastgeber und sicherte den Sieg, trotz eines späten Ehrentreffers von Leopold Querfeld von Union.
Der Sieg, Heidenheims fünfter Saisonsieg, ermöglichte es dem Tabellenletzten, die Lücke zum Relegationsplatz auf sechs Punkte zu verkürzen und einen Hoffnungsschimmer im Kampf um den Klassenerhalt zu geben. Für Union Berlin war die Niederlage der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte. Nur wenige Stunden nach dem Schlusspfiff gab der Verein die Entlassung von Cheftrainer Steffen Baumgart bekannt, obwohl dieser Anfang des Jahres noch einen Vertragsverlängerung unterschrieben hatte. Das Ergebnis lässt Union auf dem 13. Platz, sieben Punkte vor der Abstiegszone, zurück.
In einem Interview nach dem Spiel mit Sportschau räumte Baumgart die schlechte Leistung seines Teams ein und sagte: „Wir waren in den ersten fünf oder sechs Minuten wie geplant im Spiel, und dann nicht mehr.“ Der Sportdirektor des Vereins, Oliver Ruhnert, gab kurz darauf die Trennung bekannt und erklärte, dass ein neuer Trainer benötigt werde, um die Saisonziele zu erreichen. Die Niederlage markierte einen neuen Tiefpunkt für Union, das nur eines seiner letzten 11 Ligaspiele gewonnen hat.
Für Heidenheim bedeutete der Sieg eine lang erwartete Rückkehr zur Form. Trainer Frank Schmidt, der dienstälteste Trainer im deutschen Profifußball, lobte die Widerstandsfähigkeit seines Teams. „Dieses Gefühl braucht man immer wieder, um sich zu belohnen“, sagte Schmidt gegenüber Sportschau und bezog sich damit auf das Ende ihrer 15 Spiele andauernden Siegesserie. „Heute hat es endlich wieder geklappt.“ Der Sieg war auch ein persönlicher Triumph für Honsak, der seine lange Torflaute eindrucksvoll beendete.
Das Spiel war auch bemerkenswert für das Bundesliga-Debüt von Unions Linus Güther. Mit 16 Jahren und 3 Tagen wurde er zum zweitjüngsten Spieler in der Geschichte der Liga, nur zwei Tage älter als der Rekordhalter Youssoufa Moukoko. Sein Debüt wurde jedoch schnell von einer Gelben Karte wegen eines rüden Einsteigers begleitet. Das Ergebnis bereitet beiden Vereinen ein spannendes Saisonfinale vor, wobei Heidenheim zum SC Freiburg reist, während Union Berlin den VfL Wolfsburg empfängt, um einen neuen Trainer zu finden, der sie in die Sicherheit führt.


