Hoffenheim ist am Samstag mit einem 2:1-Sieg über den Hamburger SV zumindest vorübergehend auf den vierten Platz der Bundesliga geklettert. Tore von Felix Asllani und Tim Lemperle waren entscheidend für die Gastgeber, die vor dem Spiel ihrer Rivalen am Sonntag an Stuttgart vorbeizogen, während Hamburgs Sieglos-Serie auf zehn Ligaspiele anwuchs.
Trotz des Endergebnisses zeigte Hamburg in den Anfangsphasen eine deutliche Gegenwehr und verbesserte sich merklich gegenüber seiner jüngsten Form. Ihre Bemühungen wurden jedoch von der Effizienz von Hoffenheim zunichte gemacht. Das Führungstor erzielte Felix Asllani, der eine Vorlage von Vladimir Coufal hervorragend verwandelte und in seiner Debütsaison in der Bundesliga die zweistellige Toranzahl erreichte. Der begehrte Angreifer hatte bereits im Hinspiel getroffen, einem 4:1-Sieg für Hoffenheim im November.
Hamburg fand vor der Halbzeitpause einen Weg zurück ins Spiel, wenn auch mit etwas Glück. Robert Glatzel wurde von Hoffenheims Torhüter Oliver Baumann gefoult, ein klares Foul als letzter Mann, aber Schiedsrichter Robert Schröder entschied sich gegen einen Platzverweis. Glatzel verwandelte den fälligen Elfmeter und traf zum ersten Mal in dieser Saison in zwei Bundesliga-Spielen in Folge. Die Erleichterung für Hoffenheim erwies sich als entscheidend, da Tim Lemperle kurz vor dem Seitenwechsel die Führung wiederherstellte und aus kurzer Distanz zum achten Saisontor traf.
In der zweiten Halbzeit kontrollierte Christian Ilzers Hoffenheim das Spiel effektiv und beschränkte Hamburg auf wenige klare Torchancen. Bakery Jatta vergab eine der besten Möglichkeiten der Gäste, als er eine freie Kopfballchance vergab. Das Ergebnis lässt Hamburg weiterhin fünf Punkte vor dem Relegationsplatz, ein Abstand, der nur durch die gleichzeitige Niederlage von St. Pauli gewahrt wurde.
Für Hoffenheim festigt der Sieg das Bestreben nach der europäischen Qualifikation und unterstreicht die weiterhin beeindruckende Form des jungen Angreifers Felix Asllani. Seine wachsende Toranzahl in seiner ersten Saison im Oberhaus wird unweigerlich weitere Transfergerüchte in den kommenden Monaten hervorrufen. Hamburg muss sich unterdessen mit seiner anhaltenden Formkrise auseinandersetzen, mit nur einem Sieg in den letzten zehn Spielen, wenn es seinen Bundesliga-Status sicherstellen will.




